Die Blasen meines Lebens – auf Literallypeace.com

Hier kommt mein erster Text auf Literally Peace.

Es gibt im Leben immer wieder Momente oder Phasen, in denen sich der Blick auf das bisher erlebte verändert und von jenen veränderten Blicken handelt der folgende Text:

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An die Polizisten- bzw. Ausländerhasser

Ich werde mir heute Abend den Blick in die Nachrichten sparen, denn ich brauche nicht von Angriffen zwischen Menschen zu lesen, die in einem friedlichen Land aufeinandertreffen. Ich brauche nicht zu lesen, dass Autos brannten und Scheiben eingeworfen wurden. Ich brauche nicht zu lesen, wer den ersten Stein warf.

Vielleicht wird es ja heute auch nicht dazu kommen. Vielleicht werden keine vermummten Menschen mit Steinen auf Leute in Uniform werfen und vielleicht werden keine Uniformierten mit Wasserwerfern und Tränengas gegen eine Masse ankämpfen.

Wir haben versagt unseren Kindern beizubringen, dass ein friedlicher und dauerhafter Protest sinnvoller ist, als ein gewaltbereiter. Wir haben versagt unseren Kindern zu erklären, dass sie nicht nur alle vier Jahre, sondern jeden Tag beim Einkaufen, beim Fernsehen oder im Internet wählen gehen. Wir haben versagt unseren Kindern beizubringen, dass der Kraftakt, den sie dort gebündelt aufbringen, sinnvoll eingesetzt werden könnte, denn es gibt genügend Projekte, die helfende Hände und Ausdauer erfordern.

Wir brauchen hier gar nicht über Geld zu reden, denn das ist da, wenn es für nötig empfunden wird und es ist nicht da, wenn es als unnötig empfunden wird. Aber genau so scheint es mir auch mit der Hilfsbereitschaft zu sein. Wir helfen, wenn es für uns passt und wir schauen weg, wenn die alte Frau es kaum noch über die Straße schafft.

Wer denkt, dass ein Polizist der Feind ist, der kann auch auf die andere Seite zu denen wechseln, die denken, dass ein Ausländer der Feind ist. Der Gedanke ist so kurz und so falsch, dass es mich traurig stimmt, wie wenig jene nachdenken, die in solchen Mustern leben.

In Plastik verpackter Tod – Literallypeace.com

Ein weiterer Eintrag auf Literallypeace, bei dem ich mich mit dem Thema Tod beschäftige. Interessant hierzu sind dann natürlich die Einträge von der syrischen Seite, denn der Blick unterscheidet sich seit einigen Jahren gravierend von unserem.

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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Lehrmeisterin – auf literallypeace.com

Guten Abend,

ich hatte es neulich schon angekündigt und hier ist der aktuelle Beitrag von mir auf Literally Peace

Text – Lehrmeisterin

Es geht dabei um Nacktheit, Rotwein und eine Nachbarin. Und wenn ich euch damit nicht locken kann, dann sollte ich wohl zugeben, dass es ein sehr berührender und nachdenklicher Text ist und keinerlei Erotik enthält.

Vielen Dank,

Ben

Nur Mut

Ich denke oft darüber nach, wie sehr die Angst vor etwas der alleinige Grund ist, weshalb eine Sache nicht klappt. Angst und Abneigung haben aus evolutionärer Sicht ihre Berechtigung, denn sie schützen uns vor zu hohem Risiko. Ich fuhr gestern mit meinem Rennrad über lockeren Kies und das Angstgefühl vor jener Stelle hat mich sehr langsam und vorsichtig fahren lassen. Vorweg kann ich schon sagen, dass nichts passiert ist, aber mein Gefühl und auch meine Erfahrung haben mir gezeigt, dass es sicherer gewesen wäre, einfach drüber zu fahren, anstatt nur auf den einen Kiesel zu warten, der das Rad aufspringen lässt, mich ins Schwanken bringt und mich dann in die Tiefe reißen würde. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie ich mich entwickeln werde:

1. Ich überwinde die Angst und werde entspannter und somit auch schneller und unachtsamer über den Kies fahren. Womöglich wird mich das irgendwann mal vom Rad holen, aber ich werde aufstehen und weiter machen.

2. Ich gebe dem Angstgefühl nach und werde weiterhin vorsichtig sein. Womöglich versteife ich mich dann in einem kritischen Moment und lege mich ebenfalls hin, allerdings bei geringem Tempo.

Option 2 klingt eigentlich gesünder, doch genau hier möchte ich ansetzen. Denn wird meine Angst nicht immer weiter zunehmen? Werde ich nicht jedes Mal absteigen, wenn mir Kies in die Quere kommt? Die Angst zu überwinden und sich einer Gefahr auszusetzen, trägt den Gewinn mit sich, dass man sich um mögliche Probleme erst dann Gedanken macht, wenn sie tatsächlich auftreten. Zu einem gewissen Maß ist es nicht unwichtig, sich Gefahrenquellen von vornherein bewusst zu werden und diese nach Möglichkeit gering zu halten, doch alle Eventualitäten lassen sich nicht ausschließen und die wichtigste Frage bleibt am Ende, wie spannend so ein Leben wohl sein mag, das frei von Gefahren ist und somit auch frei von jeder Überraschung. Frei von jeder Veränderung. Ich habe in meinem Leben oft Angst gehabt und ich habe ihr oft nachgegeben. Womöglich ist meine Nase deswegen noch heil, ich habe mir nur einmal einen Knochen gebrochen und ich habe noch alle Zähne im Mund. Nur welchen Spaß habe ich deswegen teilweise verpasst?

Es ist Sonntag und bald schon 20:00 Uhr. Seid spontan und macht noch was schönes mit dem Abend! Lasst den Fernseher aus und schaltet den Laptop oder PC ab. Schaut mal, was euch der Abend noch so bringt, wenn ihr ungeplant noch schnell in die Stadt geht und morgen unausgeschlafen auf Arbeit erscheint! Das Leben wird es euch nicht übel nehmen.

Die ersten Texte

Nachdem ich soeben die erste Erdbeere von meinem Balkon gekostet habe und feststellen durfte, dass es die besten Erdbeeren der Welt sein dürften, möchte ich diesen Eintrag den ersten Texten eines sehr jungen Projektes widmen:

Auf der Seite Literally Peace werden Texte von Syrern und Deutschen veröffentlicht, die einen Einblick in den Alltag geben, der manchmal ganz nah und manchmal vollkommen fern erscheint. Da ich ein Teil dieses Projekts sein darf, finden sich dort u.a. auch Texte von mir, die bisher nicht in diesem Blog veröffentlicht wurden, aber dies sei nur als kleiner Anreiz gedacht, denn ich sehe mich dort eher als Lehrling unter gereiften Autoren. In Zukunft werde ich meine Texte hier rebloggen, um immer wieder auf diese Plattform aufmerksam zu machen.

Genießt den Abend!

Die ersten Erdbeeren

Es gibt gar nicht so viele Dinge, auf die ich stolz bin, das liegt wohl zum einen daran, dass ich diesen Stolz nie wirklich definiert habe, aber eben auch daran, dass nach meinem Empfinden eine gewisse Arbeit und Zuneigung zu einem Projekt vorhanden sein muss, um Stolz dafür zu entwickeln. Der Stolz auf das eigene Land war mir schon immer verhasst, denn mich beschleicht dabei das Gefühl, dass man das eigene Land dabei über andere stellt und lieber möchte ich auf jede Grenze verzichten, als noch einmal mitzuerleben, wie man kollektiv gegen andere Menschen kämpft, weil man sich für besser hält. Aber genug von diesem kurzen Ausflug über Nationalstolz und wieder zurück zum Stolz auf eigene Projekte:

Ich bin im April umgezogen und neben der Ruhe ist der Balkon etwas, was ich an der Wohnung so sehr schätze. Mir war schon vor dem Umzug klar, dass dieser Balkon grün werden sollte und mittlerweile errötet er sogar, denn die erste Erdbeere ist gereift. Als sie noch grün war, spürte ich meine Freude darauf, sie bald kosten zu dürfen und seit heute ist sie an einem Punkt, an dem ich sie pflücken würde und schon eine zweite schickt sich an, ihr zu folgen. Ich weiß nicht, ob ich wirklich stolz bin, aber ich freue mich ungemein über dieses Zeichen meines Dasein und Handelns.

Ich wünsche euch Lesern einen wunderschönen Sonntag und möchte mich bei euch bedanken, denn ohne euch gäbe es so manch schöne Geschichte hier nicht. Und diese Geschichten sind auch kleine, gereifte Erdbeeren, auf die ich definitiv sehr stolz bin.