Zitternde Finger

Da standen wir nun. Das knöchelhohe Gras war ebenso feucht, wie die Luft, die vom Regen gewaschen wurde. Wir blickten auf den trostlos aussehenden Fluss und ich wollte dich nicht aus meiner Umarmung lassen, aus der du dich aber immer wieder befreitest, um mich besser küssen zu können. Dein Hemd war mindestens zwei Knöpfe zu weit geöffnet, doch in meinem Kopf waren es noch zwei Knöpfe zu wenig. Die Zeit war in diesem Moment gegen uns, denn ich würde gehen müssen, würde dich zurücklassen und mich verabschieden. In diesem Moment spürte wir nur uns. Der Nieselregen interessierte nicht, doch er kühlte uns ab, zumindest versuchte er es. Wir berührten uns an den Armen, am Po und dann konnte ich nicht widerstehen und legte meine Hand unter dein Hemd. Du zucktest zusammen, war meine Hand doch zu kalt geworden. Meine Finger zitterten, als sie dich auf diese Weise noch etwas quälten, doch unsere Blicke und der nächste Kuss verrieten mir, dass du es mir nicht verübeln konntest.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

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