Regentropfen

Ich höre sie auf das Vordach prasseln und warte einen Moment. Sehe zu, wie sie auf dem nassen Boden aufkommen, dann gehe ich los. Anfangs eile ich noch, versuche so wenig wie möglich durchnässt zu werden, doch jeder Tropfen lastet schwer auf mir und versucht mich zu Boden zu zerren. Mit jedem Schritt scheint mir mein Ziel weiter entfernt und ich ebenso stärker durchnässt. Die Hose klebt nass-kalt an meinen Beinen, die Jacke schützt meine Brust und hält sie warm. Ich habe aufgehört zu eilen, ergebe mich meinem Schicksal und versuche die durchnässte Hose so wenig wie möglich zu bewegen, nur so kann ich die kalte Nässe für kurze Augenblicke vergessen. Die rettende Wärme der eigenen vier Wände scheint unbeschreiblich weit entfernt…

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

2 Kommentare zu „Regentropfen“

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