Nachbarschaftshilfe

Während ich wartete, raschelte es leise hinter der Tür. Ich wäre mir wohl recht blöd vorgekommen, wenn sie zuvor nicht ein „einen Moment“ als Antwort auf mein Klingeln gegeben hätte. Ich hielt eine weiße Plastiktüte in der Hand, die ich am Morgen für sie vom Postboten entgegen genommen hatte. Als Natalie mir öffnete, stand ich für einen Moment geschockt vor ihr. Sie hatte ein durchschimmerndes Nachthemd an, unter dem sie nichts weiter trug. Vermutlich hatte sie kurz zuvor die Sonne auf ihrem Balkon genossen, der wie ihre Wohnung in der obersten Etage lag. Meine Gedanken rasten und stellten sich ihren nackten Körper vor, der schwitzend auf der Liege ruhte. Sie holte mich in die Realität zurück, in dem sie „Danke“ sagte und mir ihre Hand entgegenstreckte. Ein wenig verdattert reichte ich ihr jene Plastiktüte. „Das muss die neue Hose sein.“, vermutete sie und ich war über meine Worte überrascht, als ich erwiderte: „Die sollten sie besser beim nächsten Besucher anziehen, damit sie nicht so freizü…“, da wurde ich still und spürte wie mir vor Scham die Röte in den Kopf schoss. Ich wagte nicht, sie anzusehen und blickte nur auf die glänzenden Fliesen des Hausflurs, als ich ein „Entschuldigung“ vor mich hin nuschelte.

Fortsetzung folgt (wahrscheinlich)…..

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

4 Kommentare zu „Nachbarschaftshilfe“

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