Kennenlernen

Wieder einmal dieses unangenehme Gefühl. Immer wenn ich unter feiernden Menschen bin, möchte ich einfach nur tanzen und den Abend genießen. Ich spüre die Blicke, die ich mir liegen, doch statt mich wohl zu fühlen und es zu genießen, fühle ich mich erdrückt von ihnen – von ihnen und ihren Erwartungen. Es ist so viel leichter, an einem Schalter im Hotel oder bei einer Bahnfahrt ein Gespräch zu beginnen. Man ist kein artifizielles Wesen, sondern ganz der Mensch, der man im Alltag eben ist. Doch unter den blitzenden Lichtern und unter den möglichen Schichten Makeup steckt ein betrunkenes Wesen, das nach Spaß, nach Lust, nach Zuneigung oder nach Selbstbestätigung sucht. Es ist egal, wer ich bin, denn es geht allein um mein Äußeres. Ich trage kein Buch mit mir herum, in welches ich auf meinen Bahnfahrten vertieft bin und welches einen Zugang zu mir schafft. Hier gibt es kein offenes Buch, das man nur zu gern lesen möchte.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

8 Kommentare zu „Kennenlernen“

      1. Bin ich auch, das blöde nach dem türkischen Apfel ist nur, dass es sich nach ein paar Tassen anfühlt, als wär ich verschnupft, deswegen kann ich denn nur so 1-2 Tassen pro Tag genießen.

      1. Dann mach dir doch nicht den Druck. Ich lerne IMMER jemanden kennen, obwohl ich das gar nicht will und es schon gar nicht drauf anlege – hab ja einen Kerl zu Hause, der auf mich wartet.
        Aber wahrscheinlich ist es deshalb so entspannt und leicht, gerade weil ich nichts erwarte und nur meinen Spaß haben will.

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