Mein Vorbild (2)

Schon ihre Mutter war ein Mensch, dem ich nacheiferte. Sie war ausgelassen; hin und wieder ausgesprochen kindisch, doch was mich an ihr wirklich beeindruckte, war ihr Entschluss, einen Neuanfang zu machen. Sie quälte sich ebenso wie ich durch die letzten Züge ihres Studiums. Sie brauchte länger, als es sein dürfte, damit sie weiterhin ihre finanzielle Unterstützung erhielt, doch sie fand einen Dozenten, der ihr die nötigen Unterlagen und Aufschübe gewährte. Dennoch war klar, dass sie sich fehl am Platz fühlte und sie verließ die Universität. Vielleicht half es ihr, dass sie eine neue Liebe gefunden hatte, aber sie hätte den Weg auch gewählt, wäre sie ihm nicht begegnet. Ich sah sie jahrelang nicht wieder, bis sie eines Tages mit unserer Tochter vor meiner Tür stand. Als ich die Tür öffnete, sah ich in ein fröhliches Gesicht, welches mir eine ernste Wahrheit verkünden würde.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

5 Kommentare zu „Mein Vorbild (2)“

  1. Nun bin ich auf Deinen Philosophie-Seiten angelangt und ich bin „daheim“. Bislang könnte ich jeden Eintrag liken. Sehr liken. Auch blöd, oder?
    Aber sagen wollte ich es zumindest einmal.

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