Mein Vorbild

Ich kann das Grinsen nicht zurückhalten, wenn ich sehe, wie sie in das kopfgroße und runde Glas greift, um sich ein paar Gummitierchen zu greifen. Sie scheint diese weiche Süßigkeit ebenso sehr zu lieben, wie ich es tue. Als wir vorhin spazieren waren, jagte sie den Seifenblasen nach, die ich in die Luft pustete. Sie kannte mich nicht als ihren Vater und ich sie nicht als meine Tochter. Das blieb vorerst ein Geheimnis zwischen ihrer Mutter und mir. Und wenn ich sie so betrachte, dann ist sie mir auch mehr ein Vorbild, als ich es ihr sein könnte. Wie sehr sah ich mich als Individualisten, der freien Geistes ist, doch wenn ich sehe, mit welcher Leichtigkeit sie die unvorstellbarsten Phantasien und Gedanken hervorbringt, dann kann ich nicht anders, als mit einer großen Portion Neid auf sie zu schielen. Sie soll mein Vorbild sein.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

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