Keuchend stützt…

Keuchend stützte er sich mühsam auf seine wackeligen Arme. Erlöst von seiner Last atmete Frieda hörbar auf. Mit der Eleganz eines ehemaligen Kugelstoßers rollte er sich zur Seite. Mit glänzenden Augen und dem Kichern gleich des jungen Mädchens, das er damals schon so mochte; drehte sie sich hin zu ihm und bog mit faltiger Hand die hohen Gräser zwischen ihnen zur Seite. Das Rascheln der Blätter in der Baumkrone über ihnen klang wie ein leiser Applaus. Ein guter Moment um zu sterben, dachte er. Nur kurz, denn fast zeitgleich vernahm er ihre Worte: “So viele Jahre schon und immer noch liebe ich dich mehr als alles andere in meinem Leben, Michael.”

Ein recht langes Zitat, aber es ist eine Antwort von Kaetheknobloch auf die von mir zuvor veröffentlichte Geschichte „Am Baum“.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

5 Kommentare zu „Keuchend stützt…“

      1. Vielleicht ist in dem Moment alles andere, das ganze Leben, wie ausgelöscht. Für ein paar Sekunden.
        Wenn du sie mitnimmst, ist sie ganz sicher keine arme Parnterin 😉

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