Begriffs- und Lebensdefinitionen

Wir alle sind Menschen, die das Leben ganz unterschiedlich betrachten. Eine Person, die zwanzig Zentimeter kleiner ist als ich, hat ein anderes Größenempfinden. Ein unterdrückter Mensch wird die Freiheit anders erleben und beurteilen, als ein Mensch, der sein ganzes Leben viele Möglichkeiten hatte, seine Entscheidungen zu treffen. Ja vermutlich ist das Blau des Himmels nur für mich genau die Farbe, die ich sehe, weil ein paar Zäpfchen in meinen Augen kaputt sind. Wenn nun die Welt für jeden von uns so anders aussieht, warum orientieren wir uns dann immer an allgemeinen Definitionen von Begriffen? Was ist Liebe? Was ist Freundschaft? Was ist Glückseligkeit? Was ist Freude? Was ist Leben?

Natürlich brauchen wir Menschen allgemeingültige Begriffserklärungen, damit wir miteinander leben und kommunizieren können, aber gern stelle ich in einer festgefahrenen Diskussion die Frage danach, wie man den Streitgegenstand eigentlich definiert. Wenn man sich dann auf eine Definition einigt und sei es eben nur für diese Diskussion, dann entstehen fruchtbare Gespräche, die sich nicht mehr an den verschiedenen Sichtweisen aufreiben, die wir alle durch unsere unterschiedlichen Lebensweisen besitzen. Ich möchte mir nicht vorgeben lassen, wie meine Liebe auszusehen hat, meine Freundschaften, meine Idee von Glückseligkeit und Freude oder mein Leben, denn für deren Definition bin ich allein zuständig.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

12 Kommentare zu „Begriffs- und Lebensdefinitionen“

  1. Ich denke Begriffe wie Liebe und Freundschaft entstanden, weil jemand von seinen Erfahrungen erzählte und die anderen sagten „Hey, ich empfinde genauso“. Trotzdem hast du recht. Menschen sind unterschiedlich und jedes Gefühl wird von jedem ein kleines bisschen anders empfunden.

    1. Ich wurde jetzt von deinem und Lebensschnipsels Einträgen angestachelt, dass ich mal meine Meinung dazu schreibe und passend dazu ging es gestern in dem Stück, das ich spielte, um Liebe und deren Definition, das musste natürlich heute verarbeitet werden musste. 😀

      1. Lass dich da aber lieber nicht zu sehr von uns beeinflussen. Ich habe das Gefühl, dass Lebensschnipsel wie ich manchmal zu viel denkt und gern zu Tode definiert…

      2. Da mach dir mal keine Sorge, ich muss mich eben auch manchmal mitteilen, deswegen hab ich den Blog ja 😀 und ein Freund nannte mich auch immer recht liebevoll „Le Penseur“, weil ich wohl auch so ein ständig sinnierender Mensch bin 😉

      3. Nein, war er nicht und meine Vermutung ist ja eher, dass er nur den französischen Namen jener Statue von Rodin kannte 😉 und Tagträumer sagen wohl eher nur meine besten Freunde zu mir 😀

  2. Vielleicht ist ja der Sinn der Vorgabe solcher Definitionen, dass es einfacher ist sich untereinander zu verständigen und eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden? Auch wenn das jetzt nicht heißen soll, dass ich dafür bin sich keine eigenen Definitionen aufzubauen… nur vielleicht würds manchmal einige Missverständnisse ersparen, wenn alle die gleichen Lebensdefinitionen hätten. Nur würde das wohl eine unsägliche Langeweile bedeuten 😉

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