Gedankenleere

Wie kommt man eigentlich zu seinen Lieblingsautoren? Neulich wurde ich nach Buchempfehlungen gefragt, nachdem ich bereits Hesses „Siddhartha“ empfohlen hatte, welches ich als mein absolutes Lieblingsbuch ansehe. Ich finde es schwer, dann weitere Tipps zu geben, denn daraufhin Kafka oder Bukowski zu empfehlen, nur weil sie mir ebenfalls zusagen, schien mir unpassend, da sie einen solchen Blick nicht aufs Leben geben. Mir kam dann ein früheres Lieblingsbuch in den Sinn, nämlich Sartres „Das Spiel ist aus“. Ich weiß nicht mehr, wie ich zu Sartre kam oder zu Kafka. Bei Bukwoski war es sein Ruf und das Glück, mir am Anfang das richtige Buch bestellt zu haben, denn meine Freude an seinen Text ist sehr ambivalent oder eigentlich sind es eher seine Texte. Tja und Hesse…ich glaube, ich wollte tatsächlich was zu Buddha lesen und entschied mich dann für die wohl berühmteste europäische Dichtung zu dem Thema. Mittlerweile hat Herr Hesse sein eigenes Fach in meinen Regalen. Die anderen Autoren haben zwar ihre Bücher beieinander, aber ein eigenes Fach habe ich tatsächlich bisher nur für Hesse eingerichtet, wenngleich er sich damit begnügen muss, dass da auch Notizbücher von mir mit drin stehen.

Jetzt bin ich wieder vollkommen vom Thema abgedriftet. Also wie findet man seine Lieblingsautoren? Es ist ja nicht so wie bei der Musik, von der man beschallt wird und bei der man dann weiß, dass es jener Song und jener Interpret ist. Natürlich beziehe ich meine Inspirationen aus Filmen und auch aus der Musik, denn schon als Teenager gefiel mir „Born to be wild“, aber das veranlasste mich damals nicht, das Buch, nach dem sich die Band nannte, zu lesen, auf die Idee kam ich erst, als ich Siddhartha verschlungen hatte und mein Hunger an Hesse noch längst nicht gestillt war.

Tja, solch ein Eintrag kommt dabei heraus, wenn man des Nachts noch Lust hat, das Klackern der Tastatur zu vernehmen und von Nandalya dazu „gezwungen“ wird, einen Eintrag zu verfassen. Ich hoffe, dass ich sie zufrieden gestellt habe. 😀

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

13 Kommentare zu „Gedankenleere“

  1. Na siehste, geht doch! 🙂 Den Trick über Schreibblockaden zu schreiben habe ich schon zigmal angewandt. Damals, als ich noch (viel) schrieb. Damals, als ich noch mehr Zeit hatte.

    1. Ich schreibe ja gar nicht über die Schreibblockade 😉 und den Trick kenne ich schon vom Improtheater, da spielt man eben auch den Ahnungslosen, wenn man nicht weiß, was man machen soll 😉

  2. Applaus für die famose Mayumi ob der Drängelei. Hat sie doch eine interessante Gedankenleere deinerseits an’s Tages-, bzw. Nachtlicht gebracht. Hey! Hesse!

    Buchempfehlungen sind immer eine heikle Sache. Ich halte mich da bewußt zurück. Ganz gruselig sind oftmals Bestsellerlisten. Puh, was sich da so tummelt…

    1. Ja, ich halte mich da auch mit Empfehlungen zurück aber in dem Fall war der Siddhartha auch keine Empfehlung, sondern ein Geschenk, welches ich der Dame ins Reisegepäck steckte 😉

      1. Das war sogar sehr klammheimlich. Sie war eine Couchsurferin und da hab ich am Tag ihrer Abreise ein kleines Päckchen mit in die Tasche gepackt. Fand sie dann einige Tage später 🙂

    1. Ja, ich mag den Steppenwolf auch, empfinde aber den Siddhartha als eine umfassendere Geschichte, weil es natürlich fast das gesamte Leben abbildet und sich die Person entwickelt, während der Steppenwolf nur irrsinnig wird (oder eben unter dem Einfluss von Drogen steht). Ich finde beide Geschichten durchaus ähnlich, aber der Steppenwolf ist mir zu düster und zu depressiv, um ganz oben auf der Liste meiner Lieblinge zu landen. 😉

      1. Bei Siddhartha weiß ich gar nicht wirklich, ob ich den gelesen habe..
        den Steppenwolf hat mir mal jemand sehr besonderes geschenkt, deswegen mag ich das Buch 🙂

      2. Aha, so ist das also…na mögen tue ich ihn schon, aber wenn ich Bücher aus meiner Wohnung retten müsste, könnte es durchaus passieren, dass ich ihn stehen lassen würde, während der Siddhartha auf jeden Fall gerettet werden würde 😉
        Und Siddhartha ist eben mein Liebling, weshalb ich ihn immer empfehlen würde. Es gab mal eine Zeit, da habe ich mich so sehr in ihm wiederentdeckt…und tue es auch immer noch. Kannst ja mal schauen, ob du ihn dir nicht doch (oder auch nochmal) zu Gemüte führst.

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