Wohnzimmerkonzerte

Es ist so um die zwei Wochen her, da war ich bei einem Freund auf ein Wohnzimmerkonzert eingeladen und genoss es, weil die Musiker einen einfach mitreißen konnten, wahrhafte Poeten. Schaut ruhig mal den Link, die Leute brauchen so einige Klicks um im Studio Aufnahmen machen zu dürfen:
http://www.shure-call-for-legends.eu/entrants/profile/312

Liebestatt-LUXUS4

p.s. ich habe den Blog schon immer für meine Texte benutzt und will euch nicht mit Werbung für Andere nerven, aber mir gefiel die Truppe einfach so sehr, dass ich ihnen einen Eintrag widmen musste und hoffe, dass ihr mir auch in Zukunft treu bleibt. Oh und wer den Ben findet, darf ihn behalten. 😉

Reiseparadies

ein überarbeiteter Reprint, denn erst heut Morgen konnte ich die Bilder festhalten, die ich letzte Nacht sah, als ich den Text schrieb:

Das war schon immer mein Lieblingsplatz und es überrascht mich, dass ich hier niemals einem anderen Träumer begegnete, denn es gibt wohl kaum einen idyllischeren Ort als diese verlassene und heruntergekommene Mühle. Schon als kleiner Junge kam ich immer wieder hier her, meist mit meinen guten Freunden, aber so manches Mal auch allein. Ich erinnere mich noch genau, wie ich beim ersten Mal Angst vor der Dunkelheit hatte, denn ich wusste nicht, worauf ich stoßen würde. Was wenn dort jemand drin war oder Ratten sich dort heimisch fühlten. War das Holz sicher, wo es doch bei jedem Schritt knackte. So tastete ich mich im Dunklen langsam vor, bis ich sich meine Augen daran gewöhnt hatten und ich die Umgebung und ihre Schatten erkannte. Ich hatte mit meinen Freunden gewettet, dass ich die Mühle erkunden würde und so gab es natürlich kein Zurück mehr. Und wie bei meinem ersten Besuch, traf ich dort nie jemanden an. Ein bisschen traurig bin ich darüber, dass ich Heutzutage diese Räume nicht mit anderen Besuchern teilen muss. Ich frage mich, ob die Mühle nicht das ehrliche Lachen von Kindern verdient hat. Oder ob ich nicht einfach all die alten Freunde einladen sollte, damit wir wieder bis in die späten Stunden hier rumhängen und wir vom Jagen völlig erschöpft am Boden liegen bleiben, uns die Splitter aus den Fingern ziehen und uns Ausreden ausdenken, warum die Hose zerrissen ist. Aber das macht man ja als Erwachsener nicht mehr. Warum eigentlich nicht? So wie damals in der Scheune, aus der wir vom Bauern herausgejagt wurden, weil wir zwischen den Heuballen Verstecken spielten. Es ist das Licht, welches nur hie und da durch ein paar herausgebrochene Holzstücke oder Backsteine blinzelt. Solche Orte waren für uns die schönsten Abenteuerspielplätze, heutzutage sind sie ein kleines Urlaubsparadies, denn wenn ich hier auf dem Holzboden liege, beginne ich sofort eine Traumreise.

Der ganz normale Wahnsinn

Es detonierte direkt in seiner Nähe und Dreck flog durch die Luft und Holzsplitter flogen an ihm vorbei. Er hörte die Schreie seiner Kameraden und roch versenkte Haut, Schießpulver  sowie den rostigen Geruch von Blut. Er lag ruhig in seinem Graben und wartete ab, welcher Befehl wohl kommen würde.

Etwas zwickte ihn in die Seite und er schlug die Augen auf. Es war gleißend hell und der Mann neben ihm hielt sich die Hand an die blutige Stirn. Leise hörte er wieder das Knallen und Jaulen. An ihm vorbei brachte man auf einer Trage einen Kerl mit verbundener Hand, sie musste ihm halb weggesprengt worden sein. Dann kamen die beschwichtigen Worte von der anderen Seite: „Schon gut mein Schatz, wir kommen gleich dran. Es ist eben der ganz normale Wahnsinn zu Neujahr.“

Julié

Als er erwachte, spürte er den schweren Herzschlag, doch raste sein Herz nicht, es war einige Male langsamer als gewöhnlich. Durch das milchig weiße Fenster in der Decke fiel ein leicht bläuliches Licht in die Kajüte und hin und wieder klatschte eine Welle an die hölzerne Wand des Schiffes. Ihm war nicht nach aufstehen, doch konnte er auch nicht schlafen, seine Gedanken kreisten in diesem Moment wieder um Julié. Ihre zarte Haut, diese blauen Augen mit den blonden Locken und einem ewig jugendlichen Lächeln.

Es war ein schöner Morgen in dem kleinen Zimmer der Herberge. Sie hatte ihre Augen noch geschlossen und sah so zufrieden aus. Letzte Nacht war sie so ermüdet von der Wanderung durch die Toscana, dass sie ohne sich auszuziehen ins Bett fiel und sofort einschlief, während er sich im Badezimmer die Zähne putzte. Als er wieder ins Zimmer zurückkehrte, wagte er nicht, sie zu wecken. Stattdessen deckte er sie nur zu und kuschelte sich an sie. Mitten in der Nacht erwachte er durch ein Säuseln von ihr, er legte seinen Arm um sie und drückte seinen Körper näher an ihren. Sie wachte dabei leicht auf, drehte ihren Kopf in seine Richtung und er nahm diese Einladung zum Kuss sofort an. Julié blieb danach nicht lange angezogen und auch seine Unterhose hatte ihre Zeit im Bett verwirkt. Sie waren eins in diesem Moment, sie auf ihm, er ihn ihr und doch jeder in dem anderen, jeder in sich selbst.
An jenem Morgen danach lag er also neben ihr und betrachtete ihr Gesicht.

Vor der Reise hatte sie ihm gestanden, dass sie „zu spät dran sei“. Sie hatte lange rumgedruckst, da er nie Kinder wollte und dennoch hatten sich beide so oft von der Leidenschaft einnehmen lassen, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das passieren musste. Er war damals zerstreut, wusste nicht, was er machen sollte und das Gespräch war ohne Ausgang beendet worden. Er verließ damals die Wohnung und ließ sie allein zurück, um nachzudenken. Er sah sein bisheriges Leben und die damit verbundene Freiheit, sah sich selbst als einsamen Wolf, der er selbst der Mittelpunkt in seinem Leben war. Er bekam Angst davor ein grauer Mensch zu werden, der nur sein Alltagsleben kennt.
Als er sich von seiner Zerstreutheit erholt hatte, wurde ihm bewusst, was er ihr in diesem Augenblick zumutete. er hatte die Reiseunterlagen in seiner Jacke, die er ihr zum Geburtstag schenken wollte und eilte zurück zu ihr. Ihm wurde klar, dass er selbst bis hierhin ein graues Alltagsleben führte und die Sonne, die Farbe in diese Welt brachte, war Julié. Als er in der Wohnung ankam, war abgeschlossen. Sie hatte die Wohnung verlassen und so versuchte er sie anzurufen, doch ihr Telefon war abgeschaltet. Er rannte durch die nächsten Gassen und suchte nach ihr, bis er plötzlich vor einem Cafe stand. Sie hatten sich damals hier zum ersten Mal zu zweit unterhalten. Hatten sich angelächelt und tief in die Augen gesehen. Er hatte ihre Hand ergriffen, die erwartend auf dem Tisch gelegen hatte. Danach zeigte sie ihm noch eine menschenleere Stelle am Fluss, ein Punkt, wo das tosende Geräusch des brechenden Wassers jedes Wort verschlang, hier küssten sie sich zum ersten Mal. Er rannte zu jenem Punkt. Dort fand er sie, wie sie ins Wasser starrte. Nur wenige Schritte hinter ihr rief er ihren Namen, sie zuckte kurz. Er nahm die nächsten Schritte und umgriff sie. Sein Mund war direkt an ihrem Ohr: „Ich liebe Dich.“

Am Morgen in der Herberge betrachtete er sie und sie lächelte ihn an, als sie erwachte. Wie in der Nacht fielen sie wieder übereinander her und er schlief danach zufrieden ein. Als er wieder aufwachte, war ihm kalt von dem offenen Fenster. Auf dem Tisch neben dem Bett lag ein Zettel: „Ich hole nur schnell was vom Bäcker.“ Er ging ins Bad, putzte sich die Zähne und duschte lang um die Kälte wieder aus seinem Körper zu bekommen. Als er die Tür ins Zimmer öffnete, erwartete er den Geruch von frischen Brötchen, doch er war noch immer allein in dem Zimmer. Er zog sich seine Jeans und ein Hemd an, schlüpfte in seine Stiefel und machte sich auf den Weg zur Rezeption. Es war niemand dort, stattdessen hörte er von draußen Lärm. Er öffnete die Tür und sah Julié auf der Straße liegen. All die Menschen und Autos verschwanden vor seinem Augen, er sah nur Julié, die leblos am Boden lag. Er wollte zu ihr laufen, doch ließen ihn seine Beine ihm Stich…

Das war drei Jahre her und nun lag er in seiner Koje. Er hatte schon lange nicht mehr an jenen Tag gedacht, nicht so intensiv. Alles erschien ihm, als wäre es in diesem Moment erst passiert. Er griff sich an die Brust um seinen Herzschlag zu überprüfen und stellte fest, dass es wirklich langsamer schlug als sonst. Jedes Pochen schmerzte und er schleppte sich auf das Deck seines kleinen Bootes. Hier sah er die Akazienbäume der italienischen Küste. Er vergaß den Schmerz in seiner Brust und legte sich aufs Deck. Er sah in den Himmel und schloss die Augen.

Der Text entstand bereits vor zwei Jahren und jetzt wollte ich ihn auch hier einmal hochladen. Er ist mit Sicherheit nicht der (farben-)fröhlichste, aber einer, der mir sehr am Herzen lag.

Die richtigen Worte – Wie es begann

Nur zu gern ließ Ben sich an dem großen, ausgeblichenen Holztisch nieder. Auf der Oberfläche fanden sich bereits einige Tassenränder, die Ben im Eifer des Gefechts nicht wegwischte, sondern sich stattdessen allein auf das laute Klackern seiner Schreibmaschine konzentrierte. Er verfluchte das Schreiben an der Maschine, denn sein Verleger verlangte immer nach einer digitalen Version seiner Texte, aber allein das Geräusch der Tasten ließ seine Gedanken die wunderschönsten Sätze formen und zu Papier bringen. Sein Nachbar Tom aus der Wohnung über ihm war ein geselliger Kerl, der gern mal ne Feier auf der Dachterrasse schmiss und Ben jedes Mal dazu einlud. Sie waren keine besten Freunde, doch auch mehr als nur zwei wildfremde Menschen, die sich stillschweigend im Hausflur begegneten.

Es war mal wieder so ein Abend auf der Terrasse und Ben war am Tisch, der mit Wein und Köstlichkeiten gedeckt war, in ein Gespräch mit Tom vertieft, als dieser von einem Bekannten weggezogen wurde. Ben blieb am Tisch stehen und ging im Kopf das Gespräch durch, als er von einer weiblichen Stimme angesprochen wurde, ob er ihr einen Wein einschenken könnte. Da die Flaschen entweder bereits leer oder noch verschlossen waren, öffnete er eine neue und hob sie, um der unbekannten Frau einzuschenken. Er hielt in der Bewegung inne, als er zum ersten Mal ihr Gesicht wahrnahm.

Die Frau zog ihre Augenbrauen in die Höhe und hielt ihr Glas in die Richtung von Ben, der sich wieder fing und ihr von dem Weißwein einschenkte. „Hallo, ich bin Ben“, sagte er und vernahm als Antwort nur: „Vielen Dank für den Wein, Ben.“ Und schon verschwand die schöne Unbekannte wieder in der Menge. Ihm war nicht danach, ihr hinterher zu jagen und grinste stattdessen ob ihrer Dreistigkeit vor sich hin. Er blickte sich nach Tom um, der in dem Moment wieder zu ihm trat. „Kennst du die Frau dort drüben?“, fragte er Tom und nickte in Richtung der Unbekannten. „Das ist Julie und sie ist…ein wenig eigen“, antwortete  der Gefragte zögerlich. Ben sah ihn fragend an. „Nun, die ist lesbisch. Ich hab sie noch nie mit einem Kerl gesehen und zudem blockt sie alle Typen ab“, meinte Tom. „Du meinst, sie hat dich abblitzen lassen, richtig?“, erwiderte Ben. Tom nickte mit einem selbstironischen Lächeln. Es war typisch für Ben, dass er aussprach, was er dachte und gerade in solch einer Situation schien er immer genau zu wissen, was jemand verschwieg oder dachte. Die beiden Nachbarn sprachen noch eine Weile weiter, bis sich Ben wieder verabschiedete. Die Unbekannte hatte er abgehakt und er würde sich an diesem Abend mit Sicherheit nicht verrückt machen. Stattdessen ging er in die Kneipe bei ihm ums Eck und flirtete dort mit der Kellnerin, um das angekratzte Ego wieder zu stärken und später ohne nervige Gedanken einzuschlafen.

Einige wenige Wochen später sah Ben die Unbekannte beim Einkaufen und musste schmunzeln, weil sie vor dem Weinregal stand. Er ging auf sie zu, während sie das Etikette las und sprach sie direkt an: „Könntest du mir einen Wein einschenken?“ Sie blickte verdutzt hoch, sah Ben an und es schien in ihrem Kopf zu rattern. Dann erinnerte sie sich. „Hallo Ben…“, begrüßte sie ihn und fuhr fort: „du hast nicht zufällig einen Korkenzieher dabei oder? Oh und ich heiße Julie.“ Ben nickte nur grinsend und antwortete: „Ich weiß und nein, ich habe leider keinen dabei.“ Einen kurzen Moment ließ er sie im Ungewissen und erklärte dann, dass er Tom gefragt hätte. Sie sprachen weiter, während sie den Einkauf fortsetzten und tauschten am Ende die Telefonnummern aus. Ben tat sich oft schwer damit, eine Frau anzusprechen, aber da diese ja eh auf Frauen stand, fiel es ihm erstaunlich einfach. Julie war ihm von Grund auf sympathisch und ihr ging es nicht anders mit ihm.

Es sollten zwei Jahre vergehen, in denen sie sich immer mal wieder über den Weg liefen, bis sie ihm eines Nachts eine Nachricht schrieb, ob er Zeit hätte, sie bräuchte heute Abend Gesellschaft. An diesem Abend erfuhr er von dem Exfreund, von dem sie sich ungefähr zu der Zeit trennte, als sie Ben das erste Mal traf und der sich nun plötzlich wieder in ihr Leben zu drängen versuchte. Er lebt in New York und sei nun für ein paar Monate in der Gegend. Er schrieb ihr erst, dann trafen sie sich. Anfangs tat er freundschaftlich, doch immer mehr zeigte sich, dass er sie besitzen wollte, so wie er im Leben alles besitzen wollte. Es waren die nächsten Wochen, die aus den zwei Menschen Julie und Ben, die sich gelegentlich über den Weg liefen, jene engen Freunde machte, die sich mit einem Mal in einer Umarmung und einem nicht enden wollenden Kuss wiederfanden. Eine Beziehung, die eigentlich eine Freundschaft war und von der niemand etwas wusste.

Ben Froehlich “Seelenbild”

Hinter der heutigen Tür des Herrengedeck-Adventskalenders findet sich mein Beitrag. Ich nutze diesen Moment, um den drei Damen ganz herzlich für dieses Projekt zu danken. Das ist ein großartiges Projekt und ich fühle mich besonders, dass ich dabei sein darf. Ich habe bisher 19 schöne Texte gelesen und freue mich jeden Tag schon darauf, ein neues Türchen öffnen zu dürfen.
Dass die Blogs hier keine lose Waren sind, sondern ihre Autoren miteinander kommunizieren und sich kennen, ist doch etwas einzigartiges und dieser Kalender ist ein ganz wichtiger Beitrag dazu.
Vielen lieben Dank und habt ein schönes Weihnachtsfest.

Die richtigen Worte

Sachte tippte Ben auf die Tasten seines Laptops, um Julie nicht zu wecken. Seine Wohnung fand sie riesig und das war sie auch. Es war zwar nur ein Zimmer, aber es fand ein Schlafbereich, ein großer, vergammelter Holztisch und eine Küche darin platz. Auch ein Kleiderschrank war zu finden und außer der großen Haustür aus Metall gab es nur eine andere ins Bad. Für solch eine Wohnung würden andere Leute wohl töten, weil sie einen weiten Blick über die Stadt bot und dazu so angenehm ruhig war. Vermutlich war die Decke höher als drei Meter, aber dazwischen hatte man sicherlich eine schalldichte Schicht eingearbeitet, zumindest hörte man nie einen Tritt oder ein Wort von den Nachbarn, es war eine kleiner abgeschlossener Kosmos.

Ben saß in der Mitte des Raumes am Tisch, als er die Zeilen für sie tippte. Er hatte schon mehrfach darüber nachgedacht, was er für ein Betrüger er war, seine Texte zu verkaufen, denn es waren die Worte, die ihm durch den Kopf gingen und an denen er nie feilte. Hie und da mussten ein paar Stellen ausgebessert werden, doch sie trafen schon in der Rohform immer genau ins Herz. Es war ihm einmal aufgefallen, als er einen Brief an einen guten Freund schrieb und ihm selbst die Tränen dabei kamen, wie sehr die ausgesprochene Wahrheit treffen kann, selbst wenn man sie zuvor schon wusste und sein Freund genoss jene Zeilen ebenfalls mit feuchten Wangen.

Doch dieses Mal war es keine Geschichte oder ein Freund, sondern Julie und immer wieder begann er den ersten Satz, nur um ihn danach wieder zu löschen. Nein, das sah ihm so gar nicht ähnlich und vermutlich würde dieser Brief wohl das schlimmste Schriftstück werden, was er jemals angefertigt hatte und dabei wollte er es doch perfekt machen, nur dieses eine Mal. Er wollte sie nicht erschrecken und nicht erdrücken mit seinen Worten, doch seinen Gefühlen musste er eine Schleuse öffnen, durch die sie entweichen konnten. Natürlich sollte es nicht so ein abgewetzter Satz wie „ich liebe dich“ sein, der wäre zu unbedeutend und gleichzeitig viel zu gewaltig, nein dafür war er zu sehr ein Mensch, der immer gegen den Strom schwimmen musste. Es müsste eher in die Richtung gehen, dass sie der Mensch sei, den er bis an sein Lebensende täglich sehen wollte. Doch jedes Mal, wenn er einen Gedanken zu Worten formte, erschrak er vor dem, was an Buchstaben auf seinem Bildschirm auftauchte.

Schlussendlich klappte er den Deckel entnervt zu und beschloss, beim Bäcker frische Brötchen zu holen. Julie sollte vom Duft geweckt werden. Leise tapste er durch die Wohnung, zog sich an und griff nach seinen Schuhen, in die er erst vor der Tür schlüpfen würde. Den Schlüssel steckte Ben von außen in die Tür und zog sie mit zurückgezogenem Schloss zu, damit sie nicht wach werden würde. Doch kaum hatte er die Wohnung verlassen, schlug Julie die Augen auf und die Decke zu Seite. Nur zu gespannt wollte sie sehen, woran Ben seit mindestens einer Stunde geschrieben haben musste und las mit einem breiten Grinsen die Worte „Nur Du“.