Luxus

„Das ist ein Ford, Mama, das ist ein Ford“, stellt der kleine Junge stolz fest und tänzelt um den monströs anmutenden Pickup. Er lässt mich grinsen und lenkt mich ab vom Gedanken an das teure Gut in meinem Rucksack. Eifrig strample ich den Berg hinauf, komme endlich bei mir an und stelle mein Fahrrad unter. Die Luft ist kühl und klar, doch während ich das Schloss anbringe, rieche ich den Geruch, der meinen Magen knurren lässt. In der Wohnung angekommen, öffne ich den Rucksack und der Magen grummelt noch etwas mehr, während mein Mund wässrig wird. Frisches Brot und das an einem Feiertag, da merkt man erst, in welch luxuriöser Lage man sich befindet. Als ich zum Bäcker fuhr, bemerkte ich sofort die Ruhe der träumenden Stadt und dennoch öffnet sich die automatische Schiebetür, als ich mich ihr nähere. Die eine Bedienung lächelt mich freundlich an und nimmt meine Verwunderung über nur eine vorhandene Brotsorte belustigt wahr. Ihre Kollegin wirkt wie üblich unfreundlich. Mich stört es nicht, wenngleich es mir immer wieder auffällt und ich brauche nicht lang, um mich für eines der Brote zu entscheiden, einzig ob im Ganzen oder nur eine Hälfte, lässt mich kurz überlegen, aber ich mache keine halben Sachen. Also mich kann man sehr leicht zufrieden machen, indem man mir etwas kocht, aber besonders der Geruch von frischem Brot löst bei mir tiefste Verzückungen aus. Und so wünsche ich ein wenig frech, da ich natürlich weiß, dass in den meisten Bundesländern gearbeitet wird, einen entspannten Montag.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

7 Kommentare zu „Luxus“

  1. Bei uns war heute zu 🙂 Aber nichts geht über frische Brötchen, das stimmt. Seit ich in de Bäckerei arbeite, bin ich unglaublich verwöhnt. Ich esse mein Laugenbrötchen nur noch warm und einen Tag später ist es mir schon zu alt.

    1. Wobei ich Laugenbrötchen auch nur frisch wo wirklich mag, hängt aber auch vom Hunger ab 😀 es freut mich aber, dass du den Feiertag genießen konntest und nicht früh aus den Federn musstest.

  2. Brot und Brötchen mag ich ab und an gern. Leider findest du kaum noch gute Bäcker. Fertigmischungen bestimmen das Bild, Geschmackverstärker zerstören den Gaumen. Wohl dem, der noch einen traditionellen Bäcker kennt.
    Guten Appetit, lieber Ben 🙂

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