Bettgespräche

Es ist angenehm warm in meinem Bett und ich wäre schon längst in den tiefsten Schlaf versunken, würde mich nicht immer wieder eine Nachricht aus dem Übergang vom Wachen ins Träumen herausreißen. Und dann plötzlich bist du da. Hast dich durch die Kälte gekämpft und mit einer verschwommenen und drehenden Welt gekämpft. Dein Lächeln allein war meinen Kampf mit der Müdigkeit wert. Ich reiche dir T-Shirt und Boxershort, die du mit ins Bad nimmst, während ich mich wieder in die warme Decke einrolle. Vorsichtig öffnest und schließt du die Tür, kletterst zu mir ins Bett. Deine Beine sind eiskalt, ich umschlinge sie mit meinen. Sie werden lange gegen den Temperaturunterschied ankämpfen müssen, aber sie werden gewinnen. Schon komisch, dass du mich als Beschützer bezeichnest, denn mir scheint es so, als ob du meine Beschützerin in dieser dunklen, kalten Nacht bist. Wir reden über Menschen, über unsere Gedanken. Meinen Arm greifst du und legst ihn um dich, mit meinem Mund küsse ich dich zart auf den Hinterkopf und bilde deine zweite Haut. Ein Schutzschild, das von innen gewärmt wird. Eine schöne Einheit.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

9 Kommentare zu „Bettgespräche“

  1. Wow. Allein wenn man es liest, fühlt man sich sofort von dir beschützt und umarmt. Du hast wunderschöne Worte für ein so wundervolles Gefühl gefunden. Das Gefühl beschützt zu sein. Danke dafür! Herzliche Umarmung! Julia

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