Grausam grau – Teil 1

Grausam grau war es den ganzen Tag schon gewesen, aber was bei verdecktem Tageslicht schon zur Qual wurde, war des Nachts noch unbehaglicher. Es begann vor zwei Monaten und anfangs schien es nur ein bewölkter Himmel zu sein, aber immer tiefer sanken die Wolken und so legte sich mittlerweile jede Nacht an schwerer Nebel übers Land. Wagte man sich nach draußen, so brauchte es nur wenige Minuten und man war bis auf die Haut durchnässt. Aber so richtig unheimlich wurde es, als die alte Witwe von Svensson anfing zu berichten, dass sie des Nachts leise das Signal eines Bootes hörte. Zuerst gingen wir davon aus, dass es nur die Erinnerung an ihren verstorbenen Mann war, in der sie halluzinierte, aber als sie vor eine Woche verschwand und auch einige Andere aus dem Dorf das Klingeln einer Schiffsglocke hörten, begannen wir Nachts nicht mehr das Haus zu verlassen, obgleich an Schlaf nicht zu denken war. Vorgestern berichtete Olaf von schweren Schritten vor seiner Haustür und drei Schlägen gegen seine Tür. Als er sie öffnete, war niemand zu sehen…

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

28 Kommentare zu „Grausam grau – Teil 1“

      1. Das ist aber nicht die Sprache meiner Mutter, ich weiß gar nicht, ob sie jemals pauken musste. Aber ich habe dir bereits verraten, wie ich Latein lernte und allein das dürfte genügen, um deine Frage zu beantworten. Ich weiß aber von einem Professor, der seine Vorlesungen auf Latein hält, also gibt es sie noch, die Latein-Züngler. 😀

      2. 😀 mit Sicherheit. Ich hörte neulich erst eine Dame in einem blauen Mercedes mit einer Fliegermütze auf der Hutablage googleisch reden 😉 klang aber eher nach Nazi-Deutsch.

  1. Klingt durchaus spannend, lieber Ben. Wenn nun noch der eine oder andere Farbtupfer aus den Zeilen flösse, ach welch grausige Geschichte gäbe das. So blutig rot … ach 😉

    Fortsetzung!!! Los! 😛

      1. Ja, nun bleib mal entspannt 😉 hier ist es zumindest auch nur grau in grau und durchnässt bis auf die Knochen…nun, da braucht es wohl keine Minute. Also beste Voraussetzungen, dass eine Fortsetzung geschrieben wird.

      2. Oh Ben! Hast Du mein Gemurre als tatsächliche Rüge aufgefasst? Muß ich mir doch noch Zwinkersmileys angewöhnen? Es war wunderbar stimmig mit Teil1 und 2.

      3. Keine Sorge, mir liegen Fortsetzungen nicht so und ich möchte keinen Text schreiben, der Doppelungen aufweist. Eigentlich hatte der Teil nur den Sinn, dass die Dorfbewohner nun alle wüssten, dass da jemand umhergeht und klopft, braucht es aber nicht und so werde ich den bereits fast fertigen dritten Teil lieber zum zweiten Teil umschreiben.

      4. Dafür, daß Dir Fortsetzungen nicht liegen, war das aber bisher sehr famos. Ich habe keine Doppelung erlesen, fand allerdings den Hinweis auf Henry spannend. Aber ich will die Bengedanken nicht noch weiter verwirbeln. Sonntäglichentspannte Grüße.

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