Fernab der Norm

Je mehr man sich von dem entfernt, was man als „Norm“ bezeichnet, desto mehr hofft man, dass sich die Welt verändert und nicht man selbst.

Mondschein

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

60 Kommentare zu „Fernab der Norm“

  1. Ja, das trifft den Nagel zielsicher auf den Kopf. Gut erkannt.

    Es soll aber, so munkelt man, durchaus auch vereinzelt Menschen geben, die mit ihrer eigenen gravierenden „Normabweichung“ sehr glücklich sind und garnicht mehr „normal“ sein möchten. Ihr „Anderssein“ schon fast als eindeutiges Identifizierungsmerkmal für ihr „Besonderssein“ sehen. Sie sich somit aus der Masse so prägnant abzeichnen, dass ihre gefühlte eigene Attraktivität unglaublich hoch ist.
    Inwieweit diese Menschen sich an manchen Tagen wünschen, dass sie einfach mal als „normgerecht“ von anderen gesehen werden, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    In diesem Sinne, ein wunderschönes Mondbild 😉

    1. Joa, ich bestreite auch gar nicht, dass man sich fernab der Norm auch wohl fühlen kann und sollte. Ich denke aber auch, dass es Menschen gibt, die von der Masse als abnormal verstoßen wurden und da stellt sich mir die Frage, ob wir für diese Menschen die Norm (=Masse) nicht ändern müssen.

      1. oh… dieser Aspekt war mir nicht so bewusst. Ich stimme dir in der Deutung deines Satzes aber vollkommen zu.

        ich dachte heut früh, im Erwachmodus, eher an jene Menschen, die für sich bei „normabweichungen“ einen anderen Weg als „Angleichung“ einschlagen. Jene Menschen, die feststellen, dass sie in mancher Hinsicht vielleicht nicht der „Norm“ entsprechen und anstatt dieser Norm dann hinter her zu hecheln, diese Menschen sich entschließen zu akzeptieren und vor allem auch ein wenig stolz darauf zu sein, anders zu sein.

        Alle anderen Gedanken, die ich nun hatte, wurden hier schon wunderbar von den anderen Autoren erörtert und diskutiert 🙂

  2. Wer will schon „normal“, durchschnittlich, mittelmäßig sein?

    Sich mit Individualität aus dem Einheitsbrei absetzen, ist doch viel interessanter.

    1. Wer stellt schon die Frage, „normal“ oder „nicht normal“, sein zu wollen? Wir sind was wir sind!

      1. Hey, ich habe doch deine Aussage in Frage gestellt… 😉
        Wir sind eh alle unterschiedliche Menschen und das „Wollen“ als Anstrengung verurteile ich. Wir müssen uns keine Mühe machen, anders zu sein.
        Ich will nicht anders als andere sein: ICH BIN ES EINFACH!!!

      1. Wenn man unter „normal“ versteht, dass die Abweichung zum Mittelwert nicht größer als eine Standardabweichung ist, werden (Gauß-Verteilung vorausgesetzt) immer 68% „normal“ sein.

        „Ja, wir sind alle Individuen!“ (Das Leben des Brian)

  3. Ganz mein Thema, aber ich bestreite, dass wir uns bewusst von der Norm entfernen: wir stellen es nur fest, dass es so ist. Und die Erkenntnis an sich muss nicht schlecht sein. Schlecht lässt uns der Vergleich aussehen, den wir zu „normalen“ Menschen anstellen… Ich denke, dass wenn der Mensch sich selbst oder andere nicht verletzt, dann kann er anders sein!

      1. Ich gebe dir da schon recht, aber zuvor stellt sich doch ein Gefühl ein, dass die Norm für mich nicht OK ist, oder? (Ich denke gerade an deine „Plantage“ und den Wunsch, dich und deine Familie selbst mit „Grün“ zu versorgen.)

      2. Obst, Gemüse und Kräuter vom Händler zu kaufen ist ja OK und die Regel, aber nicht für dich, also muss es dich gewurmt haben, das Gefühl entstanden sein, dass es auch anders geht und du musst dich für den Anbau entschieden haben. Sollen wir uns über den Zeitpunkt des Entstehens der Anormalität streiten? Nö!

      3. nein nein ich will nicht streiten 😉 tja ich geb dir recht das ganze entsteht im beobachten und tun und lassen und dementsprechend lässt sich ja auch die umgebungsnorm ableiten und daraus weiter die Entscheidung in dem fluss zu schwimmen oder bei klein ein paar andere schwimmzüge zu veranstalten

      4. Das lass ich so stehen! (Die bewusste Entscheidung folgt also doch später! :-))
        Dir ein schönes WE und auf Wiederschreiben! 🙂

    1. Ich finde es interessant, wie sehr ein alkoholgetränker Aussagesatz der letzten Nacht zu Diskussionen anregt. Ich weiß noch nicht genau, was ich mit der Aussage bezwecken will, aber ich denke, dass es durchaus wichtig ist, die sogenannte „Norm“ zu verändern, damit Menschen, die ohne ihr Wollen als anders aus ihr herausfallen, eben wieder dazugehören. Denn wenn ich ganz ehrlich bin, dann gibt es für mich so etwas wie die Norm gar nicht. Die Norm wäre ansonsten ein Haufen pubertierender Jugendlicher, die jeden ausstoßen, der nicht ihren Vorstellungen von „normal“ entspricht.

      1. In Conchita-Zeiten ist es kein Wunder, dass über Normalität und Vielfalt gesprochen wird.
        Ich fnde es auch sehr willkommen, wenn Themen angesprochen werden und ich dadurch meine Einstellung zu Dies und Jenes überprüfe.
        Danke fürs Grübeln, Ben! 😉

      2. Kann ich nicht beurteilen: eine meiner Anormalitäten ist es, keinen Spaß am Alkohol zu haben… Null!

      3. Gesellschaftlich aber immer noch ein Grund, diskriminiert zu werden: „so ein Langweiler… wie kann man nur nicht trinken?… das macht doch jeder… werde mal locker… in deiner Situation musst du erst recht trinken… etc“

  4. Sehe ich anders. Wer sich von der sogenannten Norm wegbewegt, der ändert sich bereits und häufig sogar absichtlich und nicht aus Versehen. Wer sich außerhalb der Norm bewegt, weiß doch bereits, dass es andere Möglichkeiten und Wege gibt und dies ist vermutlich sogar eines der Hauptmotive. Die Norm ist doch nichts als ein Ausschnitt, ein festgelegter, ein gesellschaftlich (warum auch immer) anerkannter („sicherer“) Ausschnitt.

      1. Ja, der Kommentar ging an dich. Und wenn die Norm (oder, um womöglich ein Missverständnis zu vermeiden: die Masse) sich von dem entfernt, was sie bisher ausmachte, dann bleibt sie die Norm, nur eben mit anderen Ansichten oder Grundlagen.

  5. Ich denke, aus gewohnter Norm auszubrechen, eröffnet eine neue Welt mit ungehanten Ländern. Sie kann ein Geschenk sein, sie kann aber auch zerstörerisch sein.
    „Hüte dich vor deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen“, ist ein Zitat welches nicht ganz abwegig ist.

    Herzlichst sonnige Grüße durch das strahlende Land 🙂

    1. Es strahlt bis hier her. 😀 und zu dem Zitat kann ich nur sagen, dass es stimmt, aber ein gut überlegter Wunsch ist einer, vor dem man keine Angst haben muss 😉 *sagte er und rubbelte den Geist aus der Lampe, der mal wieder den Wunsch fehlinterpretierte, der ihm gesagt wurde*

  6. Haha… der hört aber auch nicht wirklich gut zu dann 😀 Wenn er allderdings resonanztechnisch Arbeitet, dieser gute Geist, dann liegt es wohl eher an seiner Formulierung der Wunschäußerung 😉

      1. Die, die im Schatten stehen und nicht im Licht. Vielleicht sollten sie unsere Hand nehmen. Aber das ist leider außerhalb ihrer Norm.

      2. 😀 wir dürfen nicht müde werden, sie zumindest im Vorübergehen mit der Hand zu streicheln, die wir ihnen ausstrecken. Fällt nur schwer, den Arm ständig ausgestreckt zu halten.

      1. *schmunzel* – Schöne Vorstellung, aber leider ist es echt so einfach…

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