Gelebte Liebe

Sie besitzt ein ganz besonderes Wesen. Es strahlt aus ihr heraus und geht direkt hinein in den Menschen ihr gegenüber. Egal wem sie eine Schüssel mit Essen reicht, ihr Gesicht zeigt keine Gleichgültigkeit oder gespielte Freundlichkeit. Das ist nichts außer wahrer Freude und jeder spürt diese Wärme und Liebe, die von ihr ausgeht. Ihre Liebe gehört nicht nur einem Menschen, nicht hier bei der Speisung und nicht in ihrem Liebesleben, auch dort teilt sie. Dort gibt und nimmt sie. Eifersucht scheint ihr unbekannt zu sein. Es würde bedeuten, dass sie den Anspruch auf irgendjemanden erhebt und dabei erhebt sie nicht einmal Anspruch auf irgendetwas. Und das Beste an ihr ist, dass man sich gar nicht fragen muss, wie man ebenso werden kann. Wenn man ihr begegnet und sich auf sie einlässt, dann steckt ihre gelebte Liebe an.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

29 Kommentare zu „Gelebte Liebe“

      1. Meines Erachtens nicht verstehen. Doch gibt es sie. Familienmitglieder die sich im Scheffel fühlen, wenn sie auch nie da waren. Kollegen die neiden. Irgendwann sagte sie mal mit traurigen Augen:“Nein, ich habe es nicht einfacher, ich muß immer alles eine Stufe besser machen, denn sonst wird die Qualität meiner Arbeit von vielen auf mein Äußeres projiziert“. 🙂

      2. Also meinte sie, dass man ihr unterstellen würde, dass sie gar nicht hart arbeiten würde, sondern nur ihr Äußeres der Grund für ihren Erfolg ist? Und ja, die Neider gibt es natürlich. Ebenso wie jene, die nicht einfach den Moment genießen können. Menschen, die eine Blume pflücken müssen, weil sie sie allein besitzen wollen…dieser Teil der menschlichen Natur ist es, den ich nie verstehen werde.

      3. In deinem Kommentar sehe ich vier Punkte, denen ich unbegrenzt zustimme! 🙂

      4. Genau: die Interpunktion ist das, worauf ich am meisten achte. Deine Kommas sind ein Gedicht! 😉

      5. Nein, der Alkohol ist die einzige Droge, die ich hin und wieder konsumiere und da sollte es keine Spuren von in meinem Blut zu finden geben.

      6. Nein nein, sie ist eh jemand, der unglaublich gern und immer mit Power und Liebe sehr viel arbeitet. Dennoch kommt es hin und wieder vor, das Menschen ihren Erfolg ihrem Aussehen anlasten. Es gibt eben leider solche Menschen. Wie auch die, wenn sie einen Menschen, fremdländischer Herkunft sehen, in einem fetten Wagen, ihm sofort unterstellen, er wäre ein Drogendealer oder noch schlimmeres.
        Ich schließe mich dir da absolut an. Weder darf man Menschen besitzen, noch sollte man urteilen und neiden. Sehr unschöne Züge… sich eher an ihnen erfreuen.

      7. Ihr schönes Äußeres ist ja ein Ergebnis ihrer liebevollen Art und nicht der Grund für ihren Erfolg. Es ist in der Tat schade, dass manche nicht gönnen können oder genießen, das Leben könnte so schön sein und das für alle.

      8. Absolut.
        Schau dich um, dann siehst du wie es mit dem Gönnen, Lieben und so weiter aussieht, wenn du über den Gartenzaun schaust. Man kann einfach weiterhin nur versuchen, ein wenig davon abzugeben. Ein wenig vorzuleben, das es einfacher sein kann, als viele denken. Das man auch annehmen kann , ohne zu werten. Sich erfreuen an der wundervollen Art eines Menschen, an seiner Schönheit, an der Schönheit einem Großteil unserer Welt überhaupt. Mit all seinen Macken, die doch so unwichtig sind und keinen Wert bemessen bekommen sollten…

      9. Ich habe „nur“ ein Balkongeländer und zum Glück sehe ich da meine geliebten Nachbarn, die uns sehr ähnlich sind. Wir lächeln uns ehrlich zu und scherzen miteinander. Hier lebt es sich gut. Aber weiter draußen sieht es in der Tat auch anders aus.

      10. Ach, wie wertvoll sind auch die geliebten Nachbarn. die habe ich auch. Häufig nebenbei Retter in der Not. Ganz oft so dankbar, das es sie gibt 🙂

  1. Es ist dieses Anspruchsdenken, was soviel Liebe einzäunt. Als könnte man Liebe je besitzen. Intoleranz ist der Elektrozaun, mit dem eifersüchtig jeder was auf die Finger bekommt, der den Versuch wagt, die Liebe zu befreien. Schöner Gedankenanschiebtext, lieber Ben. Danke.

      1. Ja, mach das unbedingst! Sie wird sich freuen, durch Deine Augen auch für uns Fremdmenschen sichtbar geworden zu sein. Ganz liebe fernfreundliche Grüße bitte und danke für’s Einfachsosein.

  2. Lieber Ben,
    Du kannst nur erahnen, wie sehr Du mir aus dem Herzen sprichst! Dies ist einer der schönsten Texte, die ich in langer letzter Zeit gelesen habe, und er berührt mich zutiefst. Er enthzält all das, was ich erfahre und lebe.
    Ganz wunderbar. Gerade so, wie wenn mich diese Liebe berührt.
    Ich danke Dir aus ganzem Herzen!

    1. Oh krass…das weiß man ja nie und man schreibt den Text ja irgendwie für sich selbst. Umso schöner ist es, wenn er dann auch andere Menschen so „trifft“. 🙂 Vielen Dank.

      1. Oh ja, Ben, man schreibt den Text, man schreibt immer für sich selbst, über sich selbst. Man häutet sich. Und wird neu, oder neu sich selbst. Aber es ist dem Leser immer möglich, das gleiche bei sich selbst anstossen zu lassen – oder etwas ganz Eigenes. Denn so, wie Du für Dich schreibst, liest auch jeder für (und von) sich selbst.

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