Ein Kutter aus Kalkutta. Teil 2 – Ein tiefes Loch

Zum Beginn der Geschichte

So wirklich überraschte mich meine übertriebene Gelassenheit dann doch nicht. Sie war Ausdruck dessen, was mich nach Indien getrieben hatte. Es begann mit dieser einen Liebe oder eher mit dem Ende davon. Tiefe Löcher kannte ich zu genüge, war immer wieder herausgekrochen und ehe ich mich versah, flog ich wieder über die Dächer der Stadt. Aber das Loch nach jener Liebe war nicht nur unheimlich tief, sondern auch ebenso breit.

So ein Loch durchläuft man nicht an einem Tag oder in einem Monat. Es ist so breit, dass man glaubt schon wieder fliegen zu können, doch stattdessen wirbelt man nur den dunklen Staub auf, in dem man stecken bleibt. In dieser Dunkelheit wird dir alles so verdammt egal. Es wird dir alles so egal, dass du dich an einer Träne erfreust, die dir die Wange hinabrollt. Und plötzlich sind Jahre vergangen und Probleme haben sich angehäuft. An dem Punkt traf ich Pete. Eigentlich hieß er Peter, aber er mochte die deutsche Aussprache seines Namens nicht. Er war es, dem ich gestand, bei einem zwielichtigen Typen Geld geliehen zu haben, weil es für Essen und Miete nicht mehr reichte. Die Vorstellung, dass mich der Typ umlegen lassen würde, gefiel mir sogar, aber das war das letzte, was der vorhatte. Er ließ mich zusammenschlagen und so fand mich Pete auf der Straße vor seiner Wohnung.

Teil 3

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

3 Kommentare zu „Ein Kutter aus Kalkutta. Teil 2 – Ein tiefes Loch“

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