Ein Kutter aus Kalkutta. Teil 3 – Die Reise bis Zagreb

Zum Beginn der Geschichte

Pete hörte sich an, was bei mir in den letzten Jahren so abgelaufen war und schwieg, als ich am Ende meiner Worte angekommen war. Dann forderte er mich auf: „Komm mit mir nach Indien!“ Fragend sah ich ihn an und musste loslachen, was nicht lang anhielt, da mir das Gesicht und der Bauch noch zu sehr schmerzten. Doch es war kein Scherz.

Pete hatte einen rostigen VW für zwei Hunderter besorgt. Der sollte uns hinbringen, hofften wir zumindest. Wir fuhren am Abend über Österreich und Slowenien bis nach Kroatien. Zagreb bei Nacht, das ist eine Stadt, die seit Jahrhunderten zu schlafen scheint, wenn man den Lärm der nicht allzu weit entfernten Autos ausblendete. Vielleicht war es auch nur so ein gutes Gefühl, weil die Flucht so leicht gewesen war. Diese Altstadt, die ihrem Namen wirklich alle Ehre machte, war bevölkert von Paaren und einsamen Nachtwanderern, also nichts für Pete und mich. Uns zog es in einen belebteren Stadtteil, in dem wir drei Kroatinnen kennenlernten, die uns über das Wort Krawatte aufklärten und denen wir in eine Diskothek folgen konnten, nachdem sie uns mit jenem Halsschmuck ausgestattet hatten. Wir schliefen bei ihnen in der WG. Pete in einem, ich in einem anderen Zimmer.

Teil 4

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

3 Kommentare zu „Ein Kutter aus Kalkutta. Teil 3 – Die Reise bis Zagreb“

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