Stöckchen 5 von 5

Nun denn, das letzte Stöckchen wurde geworfen und ich schleppe es in meinem Maul an. Es kommt von ferventcore und ist wieder ein LovelyBlogAward, also wieder sieben Fakten von mir. Zuvor darf ich ferventcore danken oder sie verfluchen, ich entscheide mich fürs Danken 😀

Fakt 1 – Hunde

Bei der Wahl zwischen Katzen und Hunden würde ich mich für den Hund entscheiden. Sie sind nicht so eigenständig und brauchen eine Schule, aber dafür sind sie genügsamer und machen mitten in der Nacht nicht lautstark die Tür auf. Ich lebe aber momentan mit jener Katze zusammen:

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Fakt 2 – Autos

Ich liebe das Autofahren. Ich kann nirgends so gut abschalten oder mich aufregen. Es mag die Geschwindigkeit sein oder der abgeschlossene Raum, der allein mir gehört und in dem ich lauthals singen kann…es gefällt mir einfach.

Fakt 3 – Frauen

Ich hab mehr Freundinnen als Freunde, was wohl daran liegt, dass ich mich bei ihnen wohler fühle. Ich habe vermutlich deswegen das Bedürfnis für ihre Rechte zu kämpfen.

Fakt 4 – Liebe

Liebe ist für mich mittlerweile ein Begriff geworden, der mehr etwas mit Freundschaft zu tun hat. Womöglich liegt es an gescheiterten Beziehungen, aber ich denke eher, es liegt daran, dass ich auch für einen Freund Liebe empfinde, weil er da ist. Es ist somit losgelöst vom Eros, wenngleich ich auch Männer kenne, die ich anziehend finde. Die Liebe in einer Beziehung bräuchte somit einen neuen Begriff, denn diese Liebe beinhaltet Erotik, aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es mich trifft.

Fakt 5 – Tee

Tee ist für mich ein Genussmittel. Ich trinke morgens keinen Kaffee und auch sonst nie. Aber wer mir einen guten Tee serviert und ihn richtig zubereitet…hach, der hat schon gewonnen. Ich lehne aber eben deswegen auch häufig ab, einen Tee zu bekommen, weil ich befürchte, dass mir nicht munden könnte, was man mir anbietet. Gerade in einer Stadt, in der die Leitungen mehr Kalk als Wasser transportieren.

Fakt 6 – Schlaf

Ist mir ungeheuer wichtig. Es geht so weit, dass ich niemanden wecken möchte, der schläft, selbst wenn ich gebeten wurde, es zu tun. Eine Studentin schlief mal in der zweiten Reihe ein, während ich den Kurs hielt. Ich fand es schön und sah einen Moment zu lang hin, woraufhin ihre Nachbarin sie weckte. Ich nahm mir die Zeit zu erklären, dass ich selbst schon in diesem Raum eingenickt bin und an einem Montagnachmittag, wenn man nur noch nach Hause will, so ein Schläfchen vollkommen mein Verständnis und meine Erlaubnis erhält.

Fakt 7 – Sex

Den Punkt nehme ich extra am Ende, weil das natürlich irre interessant ist. Sex oder Sexualität ist bei mir aber eine gaaaanz große Kiste. Da darf alles und gleichzeitig gibts Regeln. Die Sexualität stelle ich jedem Menschen frei, somit auch mir. Was den Sex selbst betrifft, so habe ich einiges ausprobieren dürfen. Manches klappte, anderes nicht. Ich bin aber eher der romantische, als der „schnelle Nummer“-Typ, aber ich arbeite an meiner Vielfalt. Womöglich habt ihr euch weniger Nebulöses erhofft, aber Sex ist eben auch Privatsache 😉

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

40 Kommentare zu „Stöckchen 5 von 5“

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    1) Darüber denke ich auch manchmal nach. Dass ich sage, dies oder das entspricht meinem Typ und dann habe ich zu Hause was ganz anderes und bin sehr zufrieden damit. Was stimmt?
    2) Die Autoenthüllungen haben mich bei dir am meisten überrascht. Seh‘ dich nur mit Drahtesel. Bisher.
    3) Weiß ich bei mir nicht. Ich springe ständig hin und her.
    4) Bin ich schon gespannt, was du dir da mal ausdenkst. Deine Gedanken bzw. Empfindungen kann ich gut nachvollziehen.
    5) Aha.
    6) Darf ich erfahren, was für einen Kurs du gehalten hast?
    7) Dieser Platz wird freigestellt 🙂

    Diese Stöckchenabarbeitung macht ganz schön den Eindruck, als seiest du grad ein ganz Fleißiger.

    1. Eigentlich kommen mir die Stöckchen ganz gelegen, da ich diesen Monat 31 Einträge schreiben möchte und da soll schon was drinstehen. 🙂

      Ich fahre tatsächlich fast ausschließlich mit dem Rad, was aber daran liegt, dass ich kein Auto besitze. Gib mir eines und ich fahre auch damit. Aber amüsanterweise nehme ich nie (außer bei Schnee) den Bus, sondern muss selbst unterwegs sein. Vielleicht hab ich auf dem Rad ja auch mein Geschwindigkeitsgefühl…

      Das war damals ein Kurs in der deutschen Sprachwissenschaft. Das kann auch sehr ermüdend sein 😉

      1. Leider kommt mir seit unserer letzten Unterhaltung zu dem Thema nur noch ein Fahrrad mit Schafpelzsattel in den Sinn. Aber der soll ja vom Fahrtwind nicht ablenken.

        31 also. Dann freue ich mich auf den heutigen Beitrag.

    1. Vielen Dank. Über Sex rede ich durchaus auch offen, aber hier fand ich es unnötig. Immerhin bestimme ich ja die Spielregeln und es wäre kein wirklicher Dialog gewesen. Ich finde, dass man da ganz allgemein alles sagen können sollte und gleichzeitig sollte sich niemand gezwungen sehen, über die eigene Sexualität reden zu müssen. Ist doch komisch, dass man sich für aufgeklärt hält, aber wenn ein Fußballspieler erklärt, dass er schwul sei, dann steht es in jeder Zeitung. Es wäre auch wichtig, damit jemand mit pädophilen Neigungen nicht lernt, sich zu verstecken, sondern offen nach Hilfe sucht. Wir machen es uns da gesellschaftlich sehr einfach, wenn wir einen Stempel aufdrücken und uns hin und wieder beschweren, dass da schon wieder so ein Perverser ist. Es wird immer wieder Menschen geben, die dieses Problem haben werden. Ich wäre froh, wenn einer von ihnen zu mir kommt und sich mir anvertraut, bevor etwas passiert. Aber da zettle ich jetzt womöglich eine Diskussion an, was ich gar nicht wollte…dennoch lausche ich gern deinen Gedanken dazu.

  2. Oh. Deine Antwort ist ja sehr ausführlich. Und gut finde ich sie auch. Danke dir. Ich selbst mag ehrlichkeit und direktheit immer. Stehe aber ambivalent zu allzu intimen Details in der Blogwelt. Von daher mag ich auch das nebulöse.
    Danke dir.

    1. Ja, sie kann aber auch ganz schön nerven. Momentan verschmäht sie so einiges von ihrem Futter und maunzt mich jeden Tag voll, weil ich es nicht einsehe, ihr volles Schälchen mit den Leckerlies aufzufüllen. Aber sie kuschelt dennoch gern mit mir und trägt nicht nach. 🙂

      1. Einerseits vermisse ich die Biester, andererseits könnte ich es nicht verantworten, sie regelmäßig über Stunden hinweg alleine zu Hause zu lassen. Da müssen Bilder und die möglicherweise damit verbundenen Seufzer reichen…

      2. Ja, das ist es eben. Unsere Katze hat ja dank der WG immer wieder jemanden da oder erkundet tagsüber ein wenig das Gelände, aber allein sollte man sie nicht dauerhaft lassen. Dafür ist die hier auch viel zu lieb. Selbst die Mädels faucht sie nicht an, obwohl sie sie immer hochnehmen und an sich knuddeln wollen, was sie so gar nicht mag.

      3. Unsere Katzen (bis zu 17!) lebten eher draußen und holten sich nach Bedarf die Mahlzeiten bei meiner Mutter. Wir hatten aber auch einen großen Garten und einen Wald nebenan, wo sie sich selbstständig versorgen konnten. Ins Haus durften die Katzen nur, wenn meine Eltern nicht zu Hause waren… Die Hündin hatte ihren Thron im Esszimmer: Vaters Liebling… Aber ich denke gerne an drei davon: die scheue Stalker-Katze und die zerstrittenen Schwestern, die ich zur gegenseitigen Geschwisterliebe animiert habe. Die Stalker-Katze war völlig menschenscheu und ohne jeglichen Bezug zu den Fresschengebern als ich sie kennenlernte. Eines Tages habe ich sie gefangen, zu Tode gestreichelt und gekrault und ab jenen Tag folgte sie mir überall hin. Saß ich, sprang sie mich an, legte ich mich hin, legte sie sich dazu, ging ich ins Badezimmer, wartete sie vor der Tür… Abends am PC, damals noch mit dem Röhrenmonitor, legte sie sich auf diesen hin und beobachtete mich bei der Arbeit…
        Und die zerstrittenen sich hassenden und beißenden Schwestern sind gleichzeitig schwanger geworden, haben innerhalb von zwei Tagen ihre Babys bekommen (bei mir im Kleiderschrank) und ich habe alle Babys in einen großen Pappkarton gelegt. Tja, da mussten sie zusammenrücken… Und die 8 Kätzchen teilten sich die Mamis, ohne zu wissen, von welcher sie eigentlich abstammten… Da war ich schon stolz und Mutter beruhigt, weil die Haltung der Hassmietzen echt schwierig war… Schöne Erinnerungen an die Tiger…

      4. Ui, da habe ich ja so einige Erinnerungen wachgerufen 🙂 hier leben neben der Katze noch zwei Meerschweinchen und vielleicht bald noch ein Kater, aber so richtig steht der nicht auf dem Plan. Eine Katze so lang geknuddelt, bis sie nicht mehr von einem lässt. Naja, irgendwie trifft das auch auf die Hauskatze zu, denn vermutlich hat sie tatsächlich am meisten Zeit mit mir geschmust, aber so sehr lang war das auch nicht. Ein Tiger wird unsere nur, wenn sie Mäuschen sieht, die legt sie aber vor der Haustür ab und frisst sie nicht. Das findet sie vermutlich eklig. 😉 Eine schöne Geschichte, die du ja selbst mal literarisch verpacken könntest. „Der Katzenmann“ klingt zwar ein wenig eigen, aber es gibt doch was her für eine schräge Story. Vielleicht benutzt er am Ende seine Katzen, um andere Menschen auszuschalten. 😉

      5. Überlegt es euch gut, das mit dem Kater: er markiert und auf diesen Duft verzichtet ihr sicher gern…
        Die erlegten Mäuse sind Geschenke, die uns die Katzen machen. Soll etwas mit Anerkennung und Dankbarkeit zu tun haben. Unsere Katzen haben im Nachhinein ihre Mäuse auch gefressen, aber erst wurde damit gespielt. Wir Kinder haben damals versucht, die Mäuse zu retten und gesund zu pflegen.
        Eine richtige Geschichte wird aus dem Katzenflüsterer nicht: ich kann die Erlebnisse nicht so schön umschreiben, wie ihr Buchstabenkünstler… Aber der Gedanke, Katzen so weit zu dressieren, dass sie diskret und spurlos töten könnten, gefällt mir… Waffenkatzen! (Aber nur fiktiv: ich entscheide nicht über Leben oder Tod.)

        P.S. Über das Thema Glauben schreibe ich gesondert, aber nicht mehr heute.

      6. Hm…das klingt tatsächlich nicht so schön. Die Katze reibt ja lediglich ihren Kiefer an allem und jedem…hach…das bespreche ich irgendwann mit meiner Mitbewohnerin und wir wissen auch gar nicht, ob das mit dem Kater noch so ist, dass er da nicht bleiben kann und ein neues Heim braucht. Ich weiß auch nicht, ob unsere Katze eine andere akzeptiert. Schade, ich hatte mich schon auf eine Geschichte gefreut…vielleicht mache ich ja mal was daraus. Ich hoffe nur, du fühlst dich dann davon nicht auf den Schlips getreten. 😀

      7. Unsere Kater waren ja nicht kastriert. Vielleicht spielt das eine Rolle bei der Duftversprühung, aber sicher bin ich mir nicht.
        Schlachte die Katzengeschichten aus! Ich habe definitiv nichts dagegen und erst recht nicht, nachdem ich vorab über deine Absicht informiert wurde.

      8. Na schauen wir mal, das Thema „Kater“ ist nicht vom Tisch, wir ließen es vorhin anklingen und meine Mitbewohnerin meinte, dass kastrierte Kater das eigentlich nicht machen. Ihrer machte es damals nur, wenn er sauer war.
        Na dann warte mal ab, was da an Geschichten kommt. 😀

      9. Mal gucken, ob es eine Kindergeschichte oder es doch etwas für Erwachsene wird…^^

  3. Katzenfoto!! 🙂 (Sorry, ich bei niedlichen Katzen setzt es bei mir aus *g*, aber ich bin ja auch definitiv ein Katzen- und kein Hundemensch.)

    Ansonsten auch sehr interessante Antworten. Beim Autofahren bin ich ja ambivalent, ich fahre an sich ganz gerne und kann dabei teilweise auch hervorragend nachdenken, allerdings gehen mir lange Strecken als Fahrer irgendwann auf die Nerven. Und ich bin regelmäßig auf irgendwelchen langen Strecken die einzige mit Führerschein, dann muss ich immer die ganze Zeit fahren und kann nie einfach mal ne Stunde aus dem Fenster gucken, das ist doof.

    Und ich will auch mal Stöckchen, dann hätte ich wenigstens was zu bloggen *g*

    1. Oh, diese sieben Fakten darfst du gern bloggen, da gibt es ja keine Fragen zu 😛 ich muss noch schauen, ob ich eine Liste mit anderen Bloggern erstelle, SO gesehen, müsste ich (2*7)+(3*11)=47 Leute nominieren…

      1. Klar, kann ich die Fakten auch posten, aber dann hat mich ja gar keiner nominiert und dann ist das ja witzlos :p
        (Nein, quatsch, vielleicht mach ich das auch, aber ich hatte so einen ähnlichen Eintrag auch vor ner Zeit schonmal. Hmmmmm.)

        Oder ich poste einfach ein paar Katzenfotos 😀

  4. Ich mache den Tee nie mit Leitungswasser. 😀 Und deine Katze – herrlich. ❤ Ich bin ein Katzenmensch. 🙂 Liebe ist für mich auch ein größeres Gefühl, das nicht nur an "verliebte Liebe" gebunden ist.

    1. Na vielleicht hilft deine Herkunft, wo man Tee noch genießt und ihn nicht einfach aufgießt oder hab ich da zu romantische Vorstellungen? Es liegt ja immerhin im Namen eurer Hauptstadt, in der man freundlich bittet: Hol doch mal den Teeheran 😛 ‚tschuldige, den konnte ich mir nicht verkneifen. Meine Bekannte aus dem Iran war aber auch eine begeisterte Teetrinkerin und ist es vermutlich noch heute.

      Ich kann ja hin und wieder mal ein Katzenbild posten, immerhin gab es ganz am Anfang meiner WP-„Karriere“ ja schon einen Eintrag über einen schwarzen Hauskater mit Bildern…
      https://farbenfroehlich.wordpress.com/2013/09/23/der-hauskater/

      Und was Liebe genau ist…für mich ist es eine Art dankbare Anziehung. Es ist schwer zu fassen, aber allein die verliebte Liebe trifft es bei mir auch nicht.

  5. Puuh, da bin ich ja erleichtert, dass du nicht sauer bist 😀

    Autofahren liebe ich auch, ebenso Tee.
    Mit der Liebe hast du absolut Recht, ich finde, dass das ein Begriff ist, den man sehr, sehr sparsam zu verwenden hat, insofern gibt es glaube ich auch wenige (platonische) Freundschaften, bei denen man wirklich von Liebe reden kann. Aber möglich ist das auf jeden Fall.
    Nur bei den Katzen muss ich dir widersprechen, es geht einfach nichts über das eigensinnige, liebevolle Köpfchen von so einem schnurrenden Vierbeiner…

    Ich freue mich dass du dir die Mühe gemacht hast!
    Beste Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich 🙂

    1. Nun, wie du siehst, kann ich mich auch mit Katzen arrangieren, aber ich mag Hunde einfach lieber 🙂 und eine Mühe war es nicht, sondern ein Vergnügen.

      Auch dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße zurück.

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