Acht Beine

„Kein Stück weiter“, verlangte die junge Frau, die von ihren Freunden Nia genannt wurde. Ein klarer Befehl, der jedoch von der Spinne nicht verstanden wurde. Sie missachtete die Aufforderung allerdings auch nicht, denn sie saß entspannt in der Ecke des Zimmers und wartete auf den Fang des Tages. Kein großer Fisch, aber sicherlich was Knackiges.

Es ist schon unfair eine Spinne zu sein: Man vollbringt allerhand nützliche Arbeit. Okay, die Spinnweben mögen nervig sein, fangen dafür aber auch so manche Staubfluse auf. Wenn man dann freudig durch Zimmer krabbelt, kommt so ein Mensch mit seinem Glas daher und fängt einen ein. Gewaltsame Umsiedlung nennt man das wohl.

Nicht so Nia, die ekelt sich viel zu sehr. Jedes Tapsen auf dem Papier, das das Glas verschließt, hätte sie bis ins Mark gespürt und hätte dabei ein Gefühl gehabt, als würde sie erbrechen müssen. Nia konnte das nicht tun. Also nahm sie den Staubsauger.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

18 Kommentare zu „Acht Beine“

    1. Ach, das glaube ich nicht. Ich fange sie mit der Hand und bringe sie dann raus. Brutal mag das zwar anmuten, da sie ja hier schon Netze gewoben habe, aber sie wird es draußen auch tun. Und das Gekreische kleiner Mädchen ist zu anstrengend, als dass ich der Spinne erlauben könnte, durch die Wohnung zu krabbeln.

      1. Die Gelegenheit, kleinen Mädchen die Angst vor Spinnen abzugewöhnen.
        Ne, brutal höchstens in dem Sinn gemeint, als dass ich meine Macht über sie geltend mache … so wars gemeint … 😉

      2. Achso…ja das ist brutal. Und wie gewöhnt man einem fünfjährigen Mädchen die Angst bzw. den Ekel ab? Die rennen ja weg oder schlagen mir auf die Hand, wenn ich sie ihnen zeigen würde.

    1. Hach…die sind eigentlich ganz lieb, aber ich kenne so einige Menschen, die eine starke Angst vor Spinnen haben. Das ist nun mal so. Ich fange sie in der Regel und bringe sie nach draußen, außer ich putze, dann werden sie tatsächlich Opfer des Saugers, was aber eher an meiner Unlust liegt, sie immer wieder einzufangen und teilweise sehe ich sie auch nicht in ihren Netzen…nunja. Töten möchte ich sie nicht, aber es geschieht auch bei mir…

  1. Eigentlich sind Spinnen ja nützliche Haustiere, ihre Netze fantastische Meisterwerke, und sie fangen nervige Fliegen und Stechmücken…
    Für mich sind sie tierische Freunde 🙂

  2. Je nach Laune und Ort des Auftauchens, darf sie bei mir mal bleiben. Oder der Tiger wird darauf aufmerksam gemacht. Oder das Glas. Das Leben ist von Intuition und Augenblick geprägt.

  3. Die arme Spinne… Ich versuche auch immer, sie behutsam nach draußen zu bringen, wenn eine in der Wohnung auftaucht. Soll sie ruhig auf dem Balkon bleiben und mir sommers die Mücken wegfangen 😉

    1. Ich nehme sie normalerweise immer auf die Hand, aber neulich saß so eine richtig fette an der Wand, da musste doch ein Glas und ein Blatt Papier herhalten. Irgendwie war da doch ein Ekelfaktor erreicht.

      1. Opa Langbein packe ich auch an den Beinen, aber bei den anderen muss mein Mann sich kümmern. Meist auch mit dem Staubi. LG Steffi

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