Eine Lüge und eine traurige Wahrheit

„Warum hab ich gerade Schluckauf?“, fragte die Fünfjährige ihre Mutter und während diese noch nach einer Antwort suchte, log ich dreist und behauptete, dass das passiert, weil ihr Vater gerade an sie denkt. Eine Lüge, die ich für legitim halte, erinnert sie das kleine Mädchen doch nur daran, dass er gerade womöglich auch zu Abend isst. Sie denkt an ihn und ich bin mir sogar sicher, dass er auch an sie denkt.

„Stimmt das wirklich, dass es schlechtes Wetter gibt, wenn man nicht aufisst?“ „Ja, aber deswegen helfe ich euch ja“, erklärte ich und ärgerte mich, dass ich schon ein zweites Mal an einem Abend flunkerte. Erst später überdachte ich jene Aussage und stellte fest, dass sie so falsch gar nicht ist, wenn man sie sinnbildlich betrachtet. Was wir so alles in Überfluss produzieren und wegwerfen, ohne es „aufgegessen“ oder „angerührt“ zu haben und befeuern damit die Unwetter und Naturkatastrophen.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

3 Kommentare zu „Eine Lüge und eine traurige Wahrheit“

  1. Ist eine Hoffnung oder ein Wunsch eine Lüge? Hängt die Definition von der Wahrscheinlichkeit ab? – Fragen, die ich einfach so in den Raum stelle.

    Die Gedanken zum zweiten Fall finde ich interessant. Und groß. Das mag ich gerne.

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