Dystopie aufs Ohr

Die gute Käthe bat mich hin und wieder auch mal über Musik zu bloggen und so tue ich ihr den Gefallen. Es geht um das Album „Black Ribbon“ von Shooter Jennings und seiner Band Hierophant. Die Hierophants gibt es unter dem Namen nur auf diesem Album und die Musik ist ein kunterbunter Mix, wenngleich sie immer ein wenig nach Rock duftet. Wer die Musik von Shooter oder seinen Vater Waylon Jennings kennt, der erwartet nun wohl Country oder Southern Rock, aber dieses Album will sich gar nicht so wirklich festlegen lassen. Man muss auch nicht die konservative Einstellung zur Politik oder gar zum Besitz einer eigenen Waffe mit dem Musiker teilen, um genießen und erleben zu können, was einem da geboten wird.

Das Album bietet verschiedenste Stücke, die immer wieder vom Radiosprecher „Will O‘ The Wisp“ unterbrochen werden, welcher nur ganz nebenbei erwähnt Stephen King ist. Der Radiosprecher spricht aus dem letzten freien Radiosender zu seinen Zuhörern und stirbt am Ende gar (so viel darf man verraten). Ein grauselig düsteres Amerika wird präsentiert…

So viel zum Album und allem Drumherum, aber die Musik war es, weswegen ich überhaupt darauf aufmerksam wurde. Es begann mit „Fuck you, I’m famous“ (man darf hin und wieder auch mal den Mittelfinger präsentieren), welches ich in einer Californication-Folge erstmals hörte. Der Song ging mir sofort ins Gedächtnis und in die Glieder über. Nun hoffte ich auf weitere Song in der Machart und wurde enttäuscht. Oder eher getäuscht? Sagen wir einfach, dass ich gar nicht traurig war, dass es ganz anders kam. „Triskaidekaphobia“, also die Angst vor der 13, ging ebenso schnell in mein musikalisches Gedächtnis über, ebenso „All of This Could Have Been Yours“ (ist was für den Liebesschmerz), „California via Tennessee“ (fürs Fernweh) und „When the Radio Goes Dead“ (für mich ist es ein Stückchen wie Joggen, weil es langsam immer schneller wird). Ihr dürft die Songs gern selbst ihren Genres zuordnen.

Hier das gesamte Album

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

8 Kommentare zu „Dystopie aufs Ohr“

  1. Woah! Danke für diesen Musiktip. (Ich weigere mich nach wie vor, Tip mit 2 P zu schreiben.)

    Ich habe zu „Fuck you I’m famous“ gleich einmal probegewackelt. Geht gut!
    Auch der Rest ist wahlweise schön, geil oder schön geil. So wie ich. 😀

  2. Danke für den Tipp (ich nehme die zwei p`s). Ich höre mir jetzt erstmal das Album an und dann lese ich mir nochmal dein geschriebenes dazu durch. Bis später ^^

  3. Oh Ben! Du bist einfach bonfortionös! Genau richtig putzt Du mir die Lauschlappen durch! Hast Du von meinem Ohrenkummer heute geahnt? Da ist Shooter echt ’ne Hilfe dagegen. Ich freue mich murmeligkringelig. Danke, mein Lieber und ein feinfamoses Wochenende Dir. Herzlichst, Deine Käthe, zugetan, abersowasvon.

    1. Ich hab nur beim Posten gesehen, dass du einen Eintrag verfasst hattest, aber die Überschrift klang wenig verheißungsvoll, weswegen ich ihn nicht anklickte. Hier ist es eh schon bewölkt und grau, da wollte ich nicht noch einen fiesen Ohrwurm einziehen lassen. Und wenn ich dir zusätzlich noch die Ohren freigeputzt hab, dann freut mich das ungemein.

      Dein Ben. 🙂

      1. Derart freigelauschlappt schwinge ich mich nun auf mein Velo und radele tapfer bergan. Ausnahmezustand in Lipperlandien: Srahlendblauhimmel! Nix wie los…, Deine Käthe, feierabendend.

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