50 Shades of Tiefkühlpizza

– Oder warum eine Peitsche die Menschen nicht glücklicher macht –

Nun hat sich der Hype ja hoffentlich so langsam gelegt und mit ihm auch die Kritik. Den Film habe ich nicht gesehen und auch die Bücher hielt ich nie in Händen. Ich hatte bereits meine Berührungsmomente mit BDSM. Man bekommt heute die heftigsten Pornos frei Haus geliefert und wenn ein Paar Probleme hat, dann liegt es meist am Sex, so scheint die Denke zu sein. Dass der Sex vielleicht einfach schlecht ist, weil die Beziehung im Arsch ist, auf den Gedanken kommt man dann zwar doch noch ganz gern, aber das Rezept scheint aktuell zu sein, dass man das Sexleben dann einfach ein wenig anheizt. Offenheit in der Beziehung wird verwechselt mit dem Ausprobieren einer sexuellen Spielart und so verändert sich rein gar nichts. Der aktuelle Hype um BDSM ist für mich vergleichbar mit der Entdeckung eines besonderen Gewürzes, das wir uns auf unsere Tiefkühlpizza schütten. Die Pizza scheint endlich wieder lecker zu sein und alles ist in Ordnung. Der fade Geschmack ist noch nicht in Sichtweite, aber er wird nicht lange auf sich warten lassen und dann kommen wir hoffentlich mal auf die Idee, dass wir wieder selbst kochen sollten. Am besten mit dem Partner. Und dabei offen miteinander umgehen. Nicht mit Vorwürfen, sondern mit eigenen Wünschen und Gefühlen.
p.s.
Die Zweitüberschrift erklärt sich wohl selbst 😉

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

31 Kommentare zu „50 Shades of Tiefkühlpizza“

      1. Dann hast du vermutlich und gelinde gesagt wirklich keine Ahnung, was ich meine 😉
        Und ich sprech auch nur aus meiner kleinen Erfahrungswelt heraus, die sich eh noch ständig weitet.

  1. Treffend beschrieben! Sex-Spielarten sind für viele wohl wie Gewürze, daran ist ja nichts falsch. Mir persönlich reicht aber selbstgemachter Pizzaboden mit frischen Tomaten, Salz, Pfeffer und Basilikum. Nicht mehr und nicht weniger. 🙂

  2. Hihi, ich habe jetzt grauscheinige, labbrige Tiefkühlpizzen im Kopfe, die jemand mit in Scheibchen geschnittenen Peitschen (So heißen hier die fingerdünnen, ellenlangen Salamiwürstchen) belegt, um sie würziger zu machen. Soviel zum Thema Fadbuch…
    Flinkfüßige Kurzgrüße, die Deine.

  3. Nicht nur Titel und Untertitel sind klasse. Auch der Eintrag! Gut beobachtet von dir.
    Ich verstehe auch den ganzen Hype um Film und Buch nicht, werde aber zukünftig, wenn ich vor den Tiefkühlpizzen stehe, sicher froehlich schmunzeln müssen.

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