Momente

Ob ihr bewusst war, dass ich es liebte, wenn sie frisch geduscht aus dem Bad kam? Womöglich war es nur der Duft, der sie danach umgab, aber das glaube ich nicht. Sie schwebte förmlich danach, so als hätte sie alle Schwere von den Wasserstrahlen abwaschen lassen. Diese Ruhe, die im Haus herrschte, es machte uns selbst größer. Man konnte selbst an Lächeln hören. So wie am Telefon, wenn man genau weiß, dass die andere Person gerade grinst.

Wenn sie so aus dem Bad kam und zum Kleiderschrank ging, um sich anzuziehen, blickte ich zu ihr. Sie ließ sich davon nicht in ihrem Vorhaben abbringen, zog sich an und blickte mir lächelnd entgegen. Könnte ich zeichnen, ich hätte versucht es festzuhalten, doch vermutlich wäre ich gescheitert, so wie es mir auch mit Worten nicht gelingen mag, wenngleich ich doch noch viel mehr sagen kann, was ich dabei fühlte. Ich fühlte mich sicher und ich fühlte mich wohl. Ich fühlte mich willkommen und ich fühlte mich akzeptiert. Ich fühlte mich geliebt.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

4 Kommentare zu „Momente“

    1. Ja, hat es. Ist aber schon eine längere Zeit her. Und Moody…das wird hier sonst niemand verstehen und eigentlich genügt mir ein Pseudonym, aber wenn dir Moody mehr liegt, dann stört es mich so gar nicht. 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s