Verschwommen

Die Straße und all die Menschen auf ihr verschwinden aus dem Fokus, wenn die Gedanken und Erinnerungen die Hoheit über das Sein gewinnen. Es ist keine Melancholie, sondern es sind lustvolle Gedanken, die durch den Kopf jagen. Ein Gesicht, ein Lächeln, eine Berührung. All das sind kleine Explosionen und Gedankensplitter in meinem Kopf. Bis plötzlich ein Mensch mich aus diesem Traum reißt. Man möchte mir etwas verkaufen oder mich zu etwas verpflichten, was weiß ich. Wann habe ich meine Zustimmung gegeben, dass mich Unbekannte aus meiner Traumwelt reißen dürfen? Sie dürfen es nicht. Sie sollen mir meine Ruhe lassen und den Versuch an meine Moral zu appellieren, den sollten gerade sie unterlassen. Wer handelt denn hier gerade unmoralisch und verletzt meine Grenzen? Noch einige Minuten bin ich verärgert. Dann zwinge ich mich zur Ruhe und lasse die Welt wieder verschwimmen.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

6 Kommentare zu „Verschwommen“

  1. Darüber habe ich mich auch schon oft geärgert. Und in anderen Momenten war ich dankbar für Ablenkung.. Aber es ist unverschämt so oft mit Werbung belästigt zu werden!

  2. Die Realität holt einen leider immer wieder zurück, aber gerade deshalb sind diese Momente doch so kostbar, in denen alles einfach mal verschwindet und wir uns in unserer eigenen Welt wiederfinden, oder?

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