Ach, was soll’s

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber wenn ich morgens im Bett liege und vom Wecker geweckt werde, liegt mein erster Blick auf dem Handy. Das ist zum einen nur logisch, da es mich weckt, zum anderen aber vollkommen unnötig, weil die meisten neuen Nachrichten darauf vollkommen irrelevant sind. Natürlich hat man dann auch gleich noch die aktuellen Nachrichten auf dem Display und das seit Wochen leidige Thema der Präsidentenwahl nervt, ohne überhaupt den Artikel dazu gelesen zu haben. Ich merke, wie mich beunruhigt, was da gerade passiert bzw. passieren wird, aber gleichzeitig kann ich daran tatsächlich nichts ändern. Und so saß ich vorhin vor einer Kirche, aß ein Fischbrötchen und blickte auf jene Figur. Ich habe mich nie wirklich mit Ikonographie beschäftigt und vielleicht wäre es nicht verkehrt gewesen, immerhin stehen hier überall Figuren von Bedeutung. Ihn hier jedoch empfinde ich als merkwürdig entspannt, so als wollte er sagen: „Scheiß auf das Messer in meinem Hals, ich kann es jetzt eh nicht mehr ändern.“ Nun sollte man tunlichst vermeiden, dass das Messer erst im Hals landet. Steckt es aber bereits darin, ist es gar nicht so unvorteilhaft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich wünsche euch somit einen entspannten und wirklich ruhigen Abend.

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Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

4 Kommentare zu „Ach, was soll’s“

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