Unendlich leicht – unendlich schwer

Langsamer war die Welt um mich herum geworden und merkwürdig. Mein Kopf schien von mir gelöst zu sein, so als wäre er lose verbunden, aber doch nicht zum Rest gehörig. Egal was der Körper tat, der Kopf folgte einem heliumgefüllten Luftballon gleich, den man am Band hinter sich herzieht. Ein wahrhaft gutes Gefühl war das. Ja geradezu ein Höchstmaß an Freiheit war es, welches mich durchströmte. Jenes Gefühl ist es wohl, weshalb man des Nachts unter Einfluss eines Rausches es wagt, eine Frau anzusprechen, die einem sonst unerreichbar scheint. Der alte Ständeunterschied, er lebt fort in der Schönheit. Geld und Macht erzeugen eine Entfernung, ebenso Erfolg. Aber ein höheres Wesen findet sich in solch einem berauschten Zustand nur in einem engelsgleichen Wesen, welchem man sich kaum zu nähern wagt, da sonst das Wachs in den Beinen zu schmelzen beginnt und die Knie weich werden. O Ikarus, hättest du doch Wein getrunken, du wärst bis zur Sonne gekommen oder beim Absturz weich gelandet. Die Leichtigkeit des Kopfes wird sich morgen verkehren. Er wird so stark mit dem Körper verbunden sein, dass jeder Lärm bis in die Zehenspitze wahrgenommen wird.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

5 Kommentare zu „Unendlich leicht – unendlich schwer“

      1. Ich habe tatsächlich gar nichts zu mir genommen. Viel eher entstand der Text durch eine Verneblung, die durch die Dämpfe von erhitzter Plastikfolie herrührte.

Schreibe eine Antwort zu Sofasophia Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s