Würfel

Ich mag Würfel, die fühlen sich gut an und sind in der Regel vollkommen unparteiisch. Irgendwie sind sie auch fair, wollte ich gerade schreiben, doch dann kam mir der Gedanke, dass das nicht stimmt. Ich habe vor meiner Geburt nämlich einige Sechser geworfen. Der erste legte Europa fest, der zweite die DDR – na gut, das war kein Sechser – aber den hatte ich dafür bei meinen Eltern und einer Gesellschaft, die den schlechten Wurf korrigierten.

So viel Wurfglück ist nicht selbstverständlich und fairer wäre es, wenn wir alle nur eine Drei würfeln könnten, denn eigentlich sollte niemand eine Eins würfeln müssen, aber so ist das. Die Sache ergibt nur Sinn, wenn die Eins vorhanden ist. Das Premiumwasser in der Plastikflasche gibt es nur, wenn andere im Müll verrecken und dreckige Brühe als Lebensgrundlage vorgesetzt bekommen. Sind diese Schicksalswürfel nicht erbärmlich gezinkt?

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

4 Kommentare zu „Würfel“

    1. Tun wir das wirklich? Bei all den Möglichkeiten, die uns gegeben sind, verhalten wir uns da verantwortlich? Liegen diese Würfel nicht in unseren Händen und tun wir nicht alles dafür, dass wir auch weiterhin die Sechser bekommen, während wir anderen die Eins zugestehen?

      1. Verantwortung tragen: ja, sie wahrnehmen: mal mehr, mal weniger. Und ja, leider vergessen wir oft, dass wir in Sachen Geburtsländer einfach ziemliches Glück hatten. Unverdient.

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