Die Nacht der Arbeit im Bett

Nachdem ich heute Mittag noch im Bett lag und meinen Eintrag zum Tag der Arbeit verfasste, kommt nun ein zweiter Eintrag hinzu, weil ich nicht verstehe, was gerade so passiert.

Ich habe gerade Bilder von Polizisten in Paris gesehen, die mit Molotowcocktails angegriffen wurden. Sie schützten die Demonstration, die sich gegen LePen richtete. Ich weiß, dass es Polizisten gibt, die mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen, aber für solche Aktionen gibt es keine Rechtfertigungen. Ich möchte keine Tabus aufstellen und würde mich selbst im politischen Spektrum eher links einordnen, nur fehlt mir hierfür jedes Verständnis. Vielleicht kann es mir jemand erklären, aber ich will es gar nicht wissen. Wirklich nicht. Ich bin sauer, weil hier das Leben von Menschen dermaßen missachtet und leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird, die allein deswegen da sind, um Menschen einer Demonstration zu schützen.

Selbst wenn es irgendeinen Grund für solch ein krankes Verhalten geben könnte, es hilft nicht. Ich muss sogar sagen, dass ich in solchen Momente jene Menschen verstehe, die deswegen rechts wählen, weil man ihnen Schutz und Ordnung verspricht. Und nur mal zum Nachdenken für jene, die mir jetzt mit Polizeigewalt und Systemveränderung kommen möchten: Wer mit einem Brandgeschoss (oder auch einem anderen Gegenstand) einen anderen Menschen angreift, steht auf der gleichen Ebene mit einem Machthaber, der Giftgas abwerfen lässt. Die Dimension ist ohne Frage eine andere, aber das kommt mit der Höhe der Macht. Solche Menschen brauchen wir in dieser Welt nicht mehr, davon gibt es schon viel zu viele.

Autor: Ben Froehlich

Schreiben ist mein Hobby, seitdem man mir erklärte, dass Mord strafbar ist...

23 Kommentare zu „Die Nacht der Arbeit im Bett“

    1. Verstehe ich sehr gut. Aber schlussendlich muss ich sagen, das nur weil ich aus politischer Seite auf der gleichen Seite stehen mag, jene nichts mit mir zu tun haben und jenes links und mein links grundverschieden sein müssen.

  1. Die Aggressivität der Maidemos habe ich auch noch nie verstanden. Oder warum man irgendwelche Autos aus Protest anzündet. Wer weiß, was für Menschenschicksale hinter den Autos stecken? Vom Mund abgespart, Traumauto, notwendiges Arbeitsmittel … Warum?!

    1. Da verstehe ich dich vollkommen. Bei Gegenständen hätte ich allerdings meine Gesprächsbereitschaft nicht aufgegeben. Ein Mensch, der ein Auto anzündet darf mir gern seine Handlung erklären und ich werde auch darüber mit ihm diskutieren. Bei einem Lebewesen hört meine Gesprächsbereitschaft auf.

      1. Eigentlich habe ich sowohl für das eine als auch das andere so wenig Verständnis, dass ich gar nicht reden will. (Und dass das Losgehen auf Menschen noch eine ganz andere Nummer ist: Natürlich.)

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