„Gendern“ und die Macht der Sprache

In meinem WordPress-Reader finden sich allerhand Blogs von Menschen, die ich in einer gewissen Weise kenne. Wir sind uns selten auch mal persönlich bekannt (also sind uns mal begegnet=, aber dennoch sind diese Blogger zu einem gewissen Teil in meinem Leben präsent. Ich stolperte im Reader immer mal wieder über Einträge bezüglich des „Gendern“, welches mit Unverständnis über die künstliche Abänderung der deutschen Sprache einherging. Ich habe mich dann gern an Diskussionen beteiligt und versucht zu erfahren, warum gerade diese Sprachänderung problematisch erscheint bzw. habe versucht auch meine Gedanken dazu einzubringen. All dieses Diskussionen waren von beidseitigem Respekt geprägt und das zeigt mir, dass wir natürlich anders empfinden können, wir aber den Diskurs nicht scheuen müssen.

Ich stieß heute auf ein englisches Video über die Information, dass es in der Antike (die ägyptische ausgenommen) keine Bezeichnung für die Farbe Blau gab und dass man diese Farbe auch nicht als eigene Farbe erkannt hat, sondern eher als helles Schwarz usw. Das soll bedeuten, dass ich etwas, das ich benennen kann auch wahrnehme. Und hier schließe ich den Kreis zum „Gendern“. Nehmen wir das Wort Chef, hier haben (natürlich auch aus der Erfahrung heraus) die meisten Menschen einen Mann im Kopf. Und sprechen womöglich einer Frau die Fähigkeit zur Führung ab. „Führende“ umgeht dieses Dilemma.

Wenn euch das Thema interessiert oder ihr anderer Meinung seid, würde ich euch bitten, zuerst das Video anzuschauen, weil es besser erklärt, was ich meine (es geht dabei lediglich um Farben und um die Macht eines fest definierten Begriffs): VIDEO

Ich freue mich über einen Austausch, der für mich davon lebt, dass wir einander auch widersprechen können, wenn wir dadurch Erkenntnisse gewinnen.