Gedankenleere

Wie kommt man eigentlich zu seinen Lieblingsautoren? Neulich wurde ich nach Buchempfehlungen gefragt, nachdem ich bereits Hesses „Siddhartha“ empfohlen hatte, welches ich als mein absolutes Lieblingsbuch ansehe. Ich finde es schwer, dann weitere Tipps zu geben, denn daraufhin Kafka oder Bukowski zu empfehlen, nur weil sie mir ebenfalls zusagen, schien mir unpassend, da sie einen solchen Blick nicht aufs Leben geben. Mir kam dann ein früheres Lieblingsbuch in den Sinn, nämlich Sartres „Das Spiel ist aus“. Ich weiß nicht mehr, wie ich zu Sartre kam oder zu Kafka. Bei Bukwoski war es sein Ruf und das Glück, mir am Anfang das richtige Buch bestellt zu haben, denn meine Freude an seinen Text ist sehr ambivalent oder eigentlich sind es eher seine Texte. Tja und Hesse…ich glaube, ich wollte tatsächlich was zu Buddha lesen und entschied mich dann für die wohl berühmteste europäische Dichtung zu dem Thema. Mittlerweile hat Herr Hesse sein eigenes Fach in meinen Regalen. Die anderen Autoren haben zwar ihre Bücher beieinander, aber ein eigenes Fach habe ich tatsächlich bisher nur für Hesse eingerichtet, wenngleich er sich damit begnügen muss, dass da auch Notizbücher von mir mit drin stehen.

Jetzt bin ich wieder vollkommen vom Thema abgedriftet. Also wie findet man seine Lieblingsautoren? Es ist ja nicht so wie bei der Musik, von der man beschallt wird und bei der man dann weiß, dass es jener Song und jener Interpret ist. Natürlich beziehe ich meine Inspirationen aus Filmen und auch aus der Musik, denn schon als Teenager gefiel mir „Born to be wild“, aber das veranlasste mich damals nicht, das Buch, nach dem sich die Band nannte, zu lesen, auf die Idee kam ich erst, als ich Siddhartha verschlungen hatte und mein Hunger an Hesse noch längst nicht gestillt war.

Tja, solch ein Eintrag kommt dabei heraus, wenn man des Nachts noch Lust hat, das Klackern der Tastatur zu vernehmen und von Nandalya dazu „gezwungen“ wird, einen Eintrag zu verfassen. Ich hoffe, dass ich sie zufrieden gestellt habe. 😀