Liebster Award

Es ist Sonntag, draußen regnet es und ich räume auf, aber eher digital, denn ich kränkle und will mein Bett nur verlassen, um mir heißes Wasser für den Tee zu holen. Und während ich Mails beantworte und mir Konzepte überlege, stoße ich auf zwei Lesezeichen, die ich mir im März setzte, damit ich sie nicht vergesse.

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Die Regeln:

  • Bedanke dich bei dem Autor/Blogger, der dich nominiert hat, und verlinke seine Website/seinen Blog.
  • Verwende das Awardbild.
  • Beantworte die 11 Fragen, die man dir gestellt hat.
  • Formuliere im Anschluss daran 11 neue Fragen.
  • Nominiere bis zu 11 weitere Autoren/Blogs und bitte darum, deine Fragen zu beantworten.
  • Informiere die Nominierten natürlich über ihr Glück.

Vielen Dank an Katharina von Haderer, du hast ja eigentlich schon genug mit deinen Büchern „Die versunkene Stadt“ und „Das Herz im Glas“ zu tun, aber offensichtlich hält dich das nicht davon ab, hier auf Fragen zu antworten und selbst welche zu stellen. Kommen wir doch gleich zu ihnen:

Katharinas Fragen an mich:

Wie bist du auf die Idee gekommen, mit dem Bloggen anzufangen?

Ich hatte mich an dem Tag über einen Autofahrer aufgeregt und suchte unabhängig davon nach Kontakt zu anderen Menschen. Und schon stand der erste Eintrag. Das war allerdings auf einer anderen Plattform.

Was gefällt dir am Schreiben?

Ich mag es, dass ich nicht unterbrochen werde. Ich bin selbst kein disziplinierter Unterhalter und erwische mich selbst dabei, andere mal zu unterbrechen. Ich versuche das dann immer zu unterbinden. Mein Gegenüber darf sich aber zumindest daran erfreuen, dass ich selbst Lust auf das Gespräch habe, sonst würde ich ihn oder sie niemals unterbrechen.

Gibt es eine Person deines Vertrauens, mit der du dich über dein kreatives Schaffen austauschst?

Nicht so, wie ich es gern hätte. Aber da brauche ich nicht lange nach dem Schuldigen zu suchen, denn dafür bin ich selbst verantwortlich.

Was machst du, um dich auf deine Tätigkeit konzentrieren zu können?

Gar nichts, wenn ich schreibe, dann schreibe ich. Neulich im Zug schaffte es eine überlaute Amerikanerin, mich ständig aus dem Schreibfluss zu reißen, also schrieb ich über sie.

Schöpfst du durch irgendetwas Inspiration?

Für mich ist alles eine Inspiriationsquelle. Manchmal ist es nur ein Wort, über das ich nachdenke und manchmal ein Gedanke, den ich mit mir herumtrage.

Was war das schönste Kompliment (egal, auf was bezogen), dass dir jemals jemand gemacht hat?

Schwere Frage…ich glaube, das schönste Kompliment ist ein „Ich hab dich lieb“, da wird mir wohlig warm ums Herz

Was ist dein Lieblingsbuch und warum?

Siddhartha von Hesse. Ich glaube, ich hatte damals den Steppenwolf gelesen und Siddhartha gab mir die Antworten und Verbindungen zu mir selbst. Es ist ein Buch, das ich mir gerne durchlese, wenn ich mal nicht schreiben kann oder wenn ich einen Einstieg in einen schönen Schreibstil suche.

Wo kaufst du Bücher?

Im Internet. Booklooker hat mir schon so einige schöne Bücher geliefert. Leicht vergilbte Seiten und Buchrücken, die in Stoff gebunden sind. Kein Paperback, sondern ein haptischer Leckerbissen. Dabei fällt mir ein, dass gerade mein geliebter Siddhartha zwar in digitaler und in analoger Form vorhanden ist, aber nur mit lapprigen Umschlägen…das sollte ich schleunigst ändern.

Wenn du dich mit einem Autor auf eine Wiener Melange und ein Buttersemmerl in einem Wiener Kaffeehaus treffen könntest, wer wäre das?

Ich trinke keinen Kaffee, aber nach Wien reise ich gern mal. Da ich es realistisch halten möchte, wähle ich einen lebenden Autoren und entscheide mich für T.C. Boyle. Ich bin gar kein Fan seiner Bücher, aber mich interessiert schon, was da für ein Mensch dahinter steckt und wie nah er an seinen Figuren dran ist.

Und ganz wichtig: Wenn du ein Haustier hast, poste hier ein Bild

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ich hab es zwar bereits gepostet, aber ich habe gerade kein aktuelleres Bild.

Und nun kommt der Part, den ich immer weglasse. Nein, ich schreibe keine 11 weiteren Fragen und ich nominiere keine anderen Autoren. Ich sehe diese Awards immer wieder als Erinnerung an, dass ich Einträge über andere Blogger schreiben möchte. Aber es sollen dann nicht gleich 11 sein, so dass man sie eh überliest, sondern eher kleine Profilvorstellungen und den Hintergrund, warum ich sie auswähle und besonders finde.

Stöckchen 5 von 5

Nun denn, das letzte Stöckchen wurde geworfen und ich schleppe es in meinem Maul an. Es kommt von ferventcore und ist wieder ein LovelyBlogAward, also wieder sieben Fakten von mir. Zuvor darf ich ferventcore danken oder sie verfluchen, ich entscheide mich fürs Danken 😀

Fakt 1 – Hunde

Bei der Wahl zwischen Katzen und Hunden würde ich mich für den Hund entscheiden. Sie sind nicht so eigenständig und brauchen eine Schule, aber dafür sind sie genügsamer und machen mitten in der Nacht nicht lautstark die Tür auf. Ich lebe aber momentan mit jener Katze zusammen:

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Fakt 2 – Autos

Ich liebe das Autofahren. Ich kann nirgends so gut abschalten oder mich aufregen. Es mag die Geschwindigkeit sein oder der abgeschlossene Raum, der allein mir gehört und in dem ich lauthals singen kann…es gefällt mir einfach.

Fakt 3 – Frauen

Ich hab mehr Freundinnen als Freunde, was wohl daran liegt, dass ich mich bei ihnen wohler fühle. Ich habe vermutlich deswegen das Bedürfnis für ihre Rechte zu kämpfen.

Fakt 4 – Liebe

Liebe ist für mich mittlerweile ein Begriff geworden, der mehr etwas mit Freundschaft zu tun hat. Womöglich liegt es an gescheiterten Beziehungen, aber ich denke eher, es liegt daran, dass ich auch für einen Freund Liebe empfinde, weil er da ist. Es ist somit losgelöst vom Eros, wenngleich ich auch Männer kenne, die ich anziehend finde. Die Liebe in einer Beziehung bräuchte somit einen neuen Begriff, denn diese Liebe beinhaltet Erotik, aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es mich trifft.

Fakt 5 – Tee

Tee ist für mich ein Genussmittel. Ich trinke morgens keinen Kaffee und auch sonst nie. Aber wer mir einen guten Tee serviert und ihn richtig zubereitet…hach, der hat schon gewonnen. Ich lehne aber eben deswegen auch häufig ab, einen Tee zu bekommen, weil ich befürchte, dass mir nicht munden könnte, was man mir anbietet. Gerade in einer Stadt, in der die Leitungen mehr Kalk als Wasser transportieren.

Fakt 6 – Schlaf

Ist mir ungeheuer wichtig. Es geht so weit, dass ich niemanden wecken möchte, der schläft, selbst wenn ich gebeten wurde, es zu tun. Eine Studentin schlief mal in der zweiten Reihe ein, während ich den Kurs hielt. Ich fand es schön und sah einen Moment zu lang hin, woraufhin ihre Nachbarin sie weckte. Ich nahm mir die Zeit zu erklären, dass ich selbst schon in diesem Raum eingenickt bin und an einem Montagnachmittag, wenn man nur noch nach Hause will, so ein Schläfchen vollkommen mein Verständnis und meine Erlaubnis erhält.

Fakt 7 – Sex

Den Punkt nehme ich extra am Ende, weil das natürlich irre interessant ist. Sex oder Sexualität ist bei mir aber eine gaaaanz große Kiste. Da darf alles und gleichzeitig gibts Regeln. Die Sexualität stelle ich jedem Menschen frei, somit auch mir. Was den Sex selbst betrifft, so habe ich einiges ausprobieren dürfen. Manches klappte, anderes nicht. Ich bin aber eher der romantische, als der „schnelle Nummer“-Typ, aber ich arbeite an meiner Vielfalt. Womöglich habt ihr euch weniger Nebulöses erhofft, aber Sex ist eben auch Privatsache 😉

Stöckchen 4 von 5

Das nächste Stöckchen kommt von Meichy und ist immerhin schon aus dem Januar, ich nähere mich also der Gegenwart :-D. Es ist ein OneLovelyBlogAward und die verlangen ja sieben Fakten von einem, also will ich mal loslegen, aber zuvor noch einen großen Dank an die Meichy, die ja jetzt schon mehrfach in den letzten Einträgen auftauchte. Wenn es so weitergeht, dann kannst du auch deinen eigenen Zugang zu meinem Blog beantragen:

1. Ich spiele Improvisationstheater. Gestern in der Probe mimte ich einen Taxifahrer, welchem unentwegt Fragen gestellt wurden, so gut, dass ich gefragt wurde, ob ich das wirklich sei oder nur gespielt. Somit habt acht (nein sieben…nein sechs) bei den weitere Fakten.

2. Sieben ist meine Glückzahl, ebenso die Zwölf und die 13. Vermutlich mag ich deswegen ist womöglich deswegen auch Shooter Jennings „Triskaidekaphobia“ ein Song, den ich immer wieder gern höre, auch wenn ich keine Angst vor der 13 habe.

3. Den Film „Sieben“ mag ich wegen Morgan Freeman und fand den Charakter von Brad Pitt anstrengend. Dennoch ist es ein großartiger Film. „Sieben Jahre in Tibet“ hingegen gefiel mir Herr Harrer sehr gut. Womöglich weil er mir den Kopf wäscht.

4. Ich koche gern Reis und sollte ihn manchmal besser vorher sieben, damit er nicht so dreckig ist.

5. Wenn man mich mit dem Vornamen anspricht, dann bitte mit dem Personalpronomen in der zweiten Form. Ein „Sie, Ben“ finde ich blöd, es sollte schon „Du, Ben“ heißen.

6. Meine Woche hat sieben Tage.

7. Vor sieben Jahren war ich sieben Jahre jünger. Zumindest in der Zeitrechnung. Ich hab aber eben nicht das Gefühl, sieben Jahre älter als damals zu sein.

Stöckchen 3 von 5

Der dritte Liebster-Award kam von Juliaschreibblog und zwar am 22.11., also dem Todestag John F. Kennedys. Es gibt da die Regel, dass man der Person danken soll, die einen nominiert hat. Julia, ich hätte dir auch ohne jene Regel gedankt. 😉

Hier ihre Fragen:

1.  Wer oder was ist Deine größte Inspiration? Da bin ich sehr sprunghaft. Momentan ist es ein Freund, der jedem Menschen freundlich und offen begegnet. Er hat eine ungeheuer kraftvolle und jugendliche Ausstrahlung. Diese Unbeschwertheit ist es, die ich suche und irgendwie ist er mir damit ein Vorbild. Eine Inspiration…ich weiß es nicht, vielleicht auch das.

2. Welchen Künstler würdest Du gern treffen? Kann ich nicht sagen. Ich weiß gar nicht, was ich mir von solch einem Treffen erwarten würde. Ich würde mich gern mal mit George Clooney unterhalten, aber nur, um seine aktuelle politische Einschätzung zu diesem und jenem Thema zu hören.

3. Welche Frage würdest Du Sigmund Freund stellen? Herr Freud, was haben Sie eigentlich für ein Problem mit dem Sex? Hatten Sie zu wenig oder war er nicht befriedigend genug? Warum ist dieses Thema für Sie so zentral? (Ja, es sind mehrere Fragen, aber es geht prinzipiell eben um seine Versimplifizierung, dass es immer was mit Sex zu tun hat).

4. Eine Frage zu Deiner Vergangenheit. Welche wäre das? Hättest Du nicht schon früher mit dem Schreiben anfangen können?

5. Eine Frage zu Deiner Zukunft. Welche wäre das? Wirst Du Dich jemals ernsthaft Deiner Schreibe widmen, so wie Du es könntest?

6. Die beste Platte aller Zeiten ist…Rodriguez – Cold Fact

7. Das beste Buch aller Zeiten ist…Hesse – Siddhartha

8. Und jetzt – Welches Buch könntest Du ohne schlechtes Gewissen wegwerfen? Ich habs nicht so mit Wegwerfen…aber es gab da mal einen, der fand Bücherverbrennungen ganz toll und schrieb selbst eines. Jenes Buch ganz sicher.

9. Bucket List – Was sind Deine Top 3? 1. Buch schreiben 2. Nach San Francisco gehen 3. Sollte ich jemals wieder eine ganz besondere Frau an meiner Seite wissen, dann werde ich Idiot es auch zu schätzen wissen und sie nicht als Selbstverständlichkeit erachten.

10. Kaffee oder Tee? Tee.

11. Glaubst Du an Leben nach dem Tod? Jain. Ich hoffe, dass jeder dort landet, wo sie oder er es sich wünscht. Für mich wäre das ein Nichts, eben einfach vorbei.

Die Regeln:

(01) Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
(02) Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
(03) Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Follower haben.
(04) Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
(05) Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award-Blog-Artikel.
(06) Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Ich missachte die Regeln 3,4 und 6. 😛

Stöckchen 2 von 5

Dieses Stöckchen kommt von Sieghilde, die ich schon so einige Jahre kenne. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich kann nicht einmal genau benennen, warum das so ist. Aber ihr kennt das ja sicherlich, dass ihr euch in Gegenwart (selbst in virtueller) mancher Personen aufgehoben fühlt.

Hier ihre Fragen:

1.  Was hat Euch zum Bloggen bewegt? Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich habe mich im Moment meines ersten Eintrages allein gefühlt und suchte auf diese Weise nach Kontakt.
2.  Wie habt Ihr zu “Eurem” Thema gefunden? Was ist mein Thema eigentlich? Ich liebe die Sprache und lebe sie daher in jeder möglichen Weise aus. Das ist mein Zugang zu meinem Thema, der literarischen Schreibe. Wenn es um die Politik geht, so war ich da schon immer interessiert. Ich wollte schon immer verstehen, wie die Politik funktioniert und wie ich mich partizipieren kann.
3.  Wie intensiv nutzt Ihr Social-Media-Kanäle, um Eure blog-Beiträge einem größeren Publikum bekannt zu machen? Eigentlich gar nicht. Ich lasse meine Einträge auf Facebook veröffentlichen und stelle sie somit zusätzlich realen Freunden zur Verfügung.
4.  Wie fühlt Ihr Euch, wenn Ihr mit viel Mühe einen Beitrag gestaltet habt und es kommt keine Reaktion? Demotiviert. Es ist halt einfach schade drum, wenn keinerlei Feedback kommt. Wir haben die Sprache und sollten froh sein, dass wir sie ständig nutzen können.
5.  Passt zu 4.: Wolltet Ihr das Bloggen schon mal aufgeben und warum? Ich hatte und habe ja noch einen weiteren Blog, der schon recht aufgegeben ist. Damals begann es mit technischen Problemen jenes Portals, die sich über Monate hinzogen. Doch statt aufzugeben, fing ich hier etwas neues an. Um es aber mal klar zu sagen: Ich bekam Feedback auf dem anderen Blog und ich fühlte mich dort sehr wohl mit meinen Mitbloggern, aber ich hatte das Gefühl des Stillstands.
6.  Schließt an 5. an: Was hat Euch dazu bewogen, dennoch weiterzumachen? Nun ja…hab ich ja gar nicht so richtig.

7.  Hat das Bloggen schon mal Euer “Real Life” beeinflusst, z.B. durch Menschen, die Ihr darüber kennen gelernt habt? Joa, ich hab schon einige Blogger im wahren Leben kennengelernt. Eine tiefe Freundschaft ist dadurch bisher nicht entstanden, aber sehr schöne Kontakte.
8.  Für welche Blog-Plattform habt Ihr Euch entschieden und warum? WordPress, weil es mir einfach gefällt. Es wird aktuell gehalten und die Einbindung in Facebook ist kinderleicht.
9.  Habt Ihr vor, Eure blog-Aktivitäten noch auszubauen? Weitere blogs? Blogpräsenz umziehen? Ich habe gerade erst einen neuen Blog erstellt, welcher jedoch ein Gemeinschaftsprojekt werden soll. Wer schon mal schauen mag, der kann gern auf friends41world.wordpress.com schauen.
10. Würdet Ihr gerne Eure blog-Aktivitäten professionalisieren und mit Bloggen Geld verdienen? Hm…och, ehrlich gesagt schon. Ich will aber gleichzeitig meine Leser weder mit einem Abo oder mit übermäßig hoher Werbung nerven, also bleibt es so. Aber ich habe so einige Buchideen und dann wird ja womöglich noch was draus. 🙂
11. Ihr habt einen Herzenswunsch frei: Was würdet Ihr Euch wünschen? Ich habe mir die Frage mal anders gestellt und mir überlegt, dass ich mein Leben heute dafür hergeben würde, dass die Menschheit einen Monat lang in einem Zustand existiert, in dem jeder Mensch den anderen kennenlernen und ihn verstehen kann. Jedem Menschen sollte die Freiheit und die Versorgung zur Verfügung stehen, die wir hier als selbstverständlich erachten und jeder Mensch sollte sehen, wie es ist, in einer Fabrik zu sitzen und Freizeit nicht zu kennen. Jeder Mensch sollte eines schnellen Todes sterben, weil er als männliches Huhn zu Welt kam und angeknabbert werden, weil andere Schweine auf ihm rumtreten, denn mehr Platz geben wir ihnen nicht. Das wäre mein Herzenswunsch. Eine große Pille voller Lebensrealität. Eine schallende Ohrfeige, die nach dem Monat doch hoffentlich eine Wirkung hat. So schlimm wie wir uns die Hölle vorstellen, ist weniger, als wir die Welt mancherorts machen, um anderswo besser als im Paradies zu leben.

Vielen Dank an Sieghilde. Gar nicht mal so sehr für den Award, sondern viel eher für ihre jahrelange Freundschaft.

Stöckchen Teil 1 von 5

Am 31. Oktober wurde ich von Sofasophia mit einem Liebster-Award beschenkt. Ich hatte da gerade eine Auszeit genommen, die bis Mitte Dezember anhielt. Daher kommt erst jetzt eine Reaktion. Ich habe es bei den bisherigen Awards vermieden, weitere Blogger zu benennen und halte das auch weiter so. Ich war nie ein Fan von Kettenbriefen, außer mit den Personen, die mein Herz eroberten. Das soll keine Geringschätzung anderer Blogger sein. Ganz im Gegenteil, ich lese täglich Blogs, die mich berühren oder die Geschichten in einer Art erzählen, wie ich es mir nur wünschen kann. Oh je, das sollte doch nur ein kurzes Vorwort werden…bei den kommenden Award-Antworten halte ich mich kürzer. Versprochen.

Hier nun Sofasosphias Satzanfänge bzw. Fragen und meine Weiterführungen bzw. Antworten:

  1. Schreiben ist das Ausleben und Ausdrücken von Gedanken, die aus mir heraus wollen.
  2. Warum schreibst du und wie gehst du dabei vor? Ich schreibe, weil es mir Spaß bereitet, ein fertiges Werk aus meinen zuvor ungebündelten Gedanken vor mir zu sehen. Ich schreibe öffentlich, weil ich es genieße, wenn anderen Lesern meine Texte gefallen und weil mich ihre Gedanken interessieren. Meistens habe ich schon eine Idee oder eine Geschichte fertig. Die fällt mir beim Joggen, beim Radeln oder beim Duschen ein und dann wird sie aufgeschrieben. Wenn ich nur den Drang zum Schreiben verspüre, aber kein Thema, dann nehme ich mir Hilfsmittel, die mich inspirieren oder in eine Stimmung versetzen sollen. Musik, Gegenstände oder rainymood.com sind da eine gute Hilfe.
  3. Verfolgst du beim Schreiben ein Fernziel? Ein wenig schon. Ich möchte ein tieferes Verständnis für die Sprache entwickeln und meinen Schreibstil verbessern.
  4. Wie reagierst du, wenn ein Kommentator in deinem Blog deinen Schreibstil kritisiert? Ja, das ist eine schwierige Geschichte. Denn ich brauche die Kritik, um daran zu wachsen. Aber mich trifft Kritik tatsächlich je nach Zustand heftig bis gar nicht. Ich brauche dann doch so einige Momente der Entspannung, bis ich die Kritik aufnehme und umsetze, wenn ich ihr zustimmen kann.
  5. Wie wichtig sind dir Statistikzahlen? Dazu schrieb ich ja bereits in meiner „Neujahrsansprache“. Ich freue mich, dass mich so viele Menschen abonniert haben und ich schaue, wie ein Text ankommt. Wenn ich also einen Text schreibe, er oft angesehen wird, aber keine Reaktion erfolgt, dann kommt mir schon die Frage, warum das so ist. Die Eitelkeit kann ich nicht verleugnen, aber wichtig ist mir viel mehr ein Kommentar unter einem Beitrag.
  6. Wie finden Menschen dein Blog? Welches „finden“ ist denn hier gemeint? Da ich bisher nie negative Kritik bekommen habe, gehe ich davon aus, dass die Leute meinen Blog gut finden. Und sollte es um das Finden im Sinne von Suche gehen, so weiß ich es selbst nicht so genau. Über andere Blogs eben. Sie sehen meine Kommentare oder so…keine Ahnung. Schön, dass sie ihn überhaupt finden.
  7. Wie viele Blogs besuchst du täglich oder wöchentlich durchschnittlich und wie viele Kommentare schreibst du ungefähr pro Tag, pro Woche? Das variiert, wie vermutlich bei jedem Blogger. Ich muss aber gestehen, dass ich die Blogger in zwei Gruppen einteile. In die Quickies und die Atmenden. Die Quickies sind die Kurzschreiber, die oft bloggen. Sie zu lesen mache ich sehr gern, weil man schnell zum Höhepunkt kommt. Die Atmenden jedoch beweisen einen langen Atem. Ihre Geschichten haben eine vierstellige Wörterzahl und das verschreckt mich manches Mal. Darauf muss ich mich einlassen können. Ich lese aber so zehn bis zwanzig Blogeinträge pro Tag und Kommentare gebe ich gern ab, wenn mich der Text angesprochen hat. Es gibt aber auch Phasen, da lese ich gar nichts, weil ich einfach nicht dazu komme.
  8. Welche Texte liest du am liebsten und wann empfindest du einen Text als gut oder schlecht? Literarische Texte sollten es anfangs eigentlich sein. Aber mittlerweile sind es Texte, die mich zum Nachdenken anregen, egal ob persönlich oder fiktiv. Den Großteil der Texte halte ich für gut, selbst Schreibfehler kann ich wegstecken (Tippfehler eh).
  9. Welches sind (ganz spontan und ohne groß nachzudenken) deine drei wichtigsten Werte? Zu Lieben, Freiheit zu gewähren, Glück zu spenden.
  10. Wie trägt Bloggen zu deiner Lebensqualität bei? Es ist ein Teil meines Tages. Ich habe mit manchen Bloggern einen sehr freundschaftlichen Kontakt. Das könnte schon als Antwort genügen, aber es gibt so Tage, da fühle ich mich beschissen und dann findet sich hier ein Kommentar, der all die Wolken verschwinden lässt. Ist das nicht unheimlich wichtig für die Lebensqualität?

So, nun müsste ich Fragen und andere Blogger auflisten. Das mache ich womöglich nach dem letzten Stöckchen. Stattdessen danke ich Sofasophia für ihre Nominierung.

Liebster Award

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Die liebe Aurelia hat mich geehrt und mir einen Award überreicht, denn mein Blog gehört zu ihren liebsten. Ihr Blog beschäftigt sich damit, dass Frauen sich und ihren Körper lieben. Ein Projekt, was ich unterstütze, zumal die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nicht nur Frauen eigen ist, aber hier geht es nicht um mich, sondern um Aurelia und ihren Blog. Die Homepage ist gerade neu von ihr designt worden, also klickt mal auf den Link und werft auch ruhig mal einen Blick auf ihren Youtube-Kanal. Allein für die musikalische Untermalung der Vlogs schaue ich da nur zu gern mal wieder drauf. Den Text, mit dem sie meinen Blog beschrieb, möchte ich übrigens nicht unerwähnt lassen, der gefiel mir ungemein und tut es immer noch.

„Ben Fröhlich von farbenfroehlich.wordpress.com, wo er seine wundersamen Erzählungen veröffentlicht und man in deren Fiktion angelehnt an die Realität voller wohlwollen versinken kann.“

Ich sollte nun fünf bis elf weitere Blogs benennen. Ich habe schon in der Vergangenheit darauf verzichtet und tue es nun wieder. Stattdessen nehme ich diesen Award, um mal wieder über Blogs aus meiner Leseliste zu berichten. Da wird immer mal wieder ein Blog vorgestellt werden. Nun aber zu Aurelias 11 Fragen:

1. Was ist für dich “Schönheit”?

Ich würde lügen, wenn ich beim Wort Schönheit nicht sofort an äußerliche Merkmale denken würde. Da gibt es sofort Gesichter, die mir in den Sinn kommen. So ein Gesicht wird dennoch nie schön sein, wenn die Person dahinter nicht eine ganz besondere, innere Schönheit besitzt. Da gibt es dieses Lächeln, das mir das Gefühl gibt, als gäbe es nichts Schlechtes auf der Welt. Ja, das ist Schönheit. Ein attraktiver Mensch kann für mich nur dann wirklich schön oder attraktiv sein, wenn da kein langweiliger Charakter dahintersteckt, der außer seinem Äußeren sonst nichts kennt.

2. Welches Kompliment wolltest du schon einmal jemandem sagen, tatest es aber nicht? und wieso?

Da ich selbst nur schwer mit Komplimenten umgehen kann, sollte man meinen, dass ich sie selbst auch nicht von mir gebe, aber wenn es etwas gibt, für das ich ein Kompliment aussprechen möchte, dann tue ich das einfach. Ich gebe aber zu, dass es mir am schwersten bei meinen Eltern fällt. Ihnen einfach ein Kompliment dafür zu machen, dass sie ihr Leben lebten, wie sie es wollten.

3. Was ist dein Lieblingsessen?

Mein Lieblingsessen ist immer das, was man für mich zubereitet. Ja selbst in der Kantine, aber dann muss es mir von der Bedienung mit einem Lächeln serviert werden, was aber eh auf Gegenseitigkeit beruht und daher nie wirklich ein Problem darstellt. Oh, Nudeln mit einer Lachs-Sahne-Soße sind einfach großartig, die würd ich nehmen.

4. Wer oder was bringt dich zum lachen?

Da würde ich auf das Lächeln aus Frage 1 verweisen. Ansonsten sind es gute Freunde und die blödesten Filme. Mir kamen erst neulich wieder die Tränen bei der MacGuyver-Parodie „MacGruber“ und der Film hat nun weder Niveau, noch irgendwelche besonderen Momente, aber Humor darf und muss auch simpel sein dürfen.

5. Eine Sache die du über Alles liebst ist…

Eine Sache liebe ich nicht. Vielleicht meine Notizbücher, von denen würde ich mich zumindest nur ungern trennen. Aber es sind eher Ideen und Erfindungen, die ich liebe. Zum Beispiel die Toilettenspülung, denn seien wir doch mal ehrlich, wie oft wünschten wir uns, dass der ganze Scheiß den wir so mit uns rumschleppen auf Knopfdruck verschwindet. Sorry, eine ernsthafte Antwort fällt mir schwer, da ich die Liebe zum Objekt nicht wirklich kenne.

6. Seit wann schreibst du?

Seit Mai 2009. Ich habe eben nachgeschaut, da schrieb ich meinen ersten Text. Bis dahin schrieb ich nur Prüfungen oder Hausaufgaben (meistens ab). Randnotizen in Büchern finde ich auch immer mal wieder, aber nie was richtiges, was eigenes.

7. Wieso betreibst du deinen Blog?

Da möchte ich aus einem meiner Lieblingsfilme zitieren (wer den Film kennt oder ihn errät, bekommt einen dicken Knutscha von mir):

„Yeah, and what’s the reason in having a file cabinet full of writing and keeping the shit locked so nobody can read it?“

Für mich ist es ein großer Anreiz, dass es Menschen gibt, die meine Geschichten lesen können. Ich gestehe, dass ich ganz gern mal in meine Statistik schaue und mich freue, wenn die Seite gut besucht wird. Aber das schönste Hochgefühl ist es, wenn ich einen Text runtertippe, ihn hochlade und dabei keine hohe Meinung davon habe, und dann kommen da die tollsten Komplimente. Das gibt mir das Gefühl, als gäbe es da ein großes Talent in mir, das ich häufiger mal herauskitzeln sollte.

8. Wenn du eine Sache in unserer Gesellschaft ändern könntest, was wäre es?

Vermutlich wäre es die Eigenschaft immer alles auf die Gesellschaft zu schieben. Wir, also auch ganz besonders ich, tendieren dazu, dass das Problem immer in der Gesellschaft liegt, diesem theoretischen Konstrukt. Da gehört natürlich man selbst oder der engste Freundeskreis nicht dazu, denn die sind anders. Leider sind wir es alle nicht.

Ich wünschte mir, dass wir einfach nur um unser selbst leben würden, dass das Erlangen der höchsten Erkenntnis unser Antrieb wäre und nicht aus minderen Gründen handeln würden. Ein Wunsch, den ich an mich selbst sende, denn genau da muss es anfangen.

9. Wie fühlst du dich gerade?

Sehr gut. Die Sonne brennt mir auf den Rücken und die Erinnerung an eine wunderschöne Nacht mit Freunden klingt noch immer nach. Das lenkt von der Erkältung ab, die mich gerade plagt.

10. Kannst du kochen?

Die Frage müsste eher lauten, ob man es essen kann. Aber ja, kann man. Ich habe eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten, die ich zubereiten kann und nehme gern neue Rezepte auf, wenn sie mich ansprechen.

11. Was ist dein Lieblingszitat?

Das ist fies, weil ich jetzt Zitate aus dem Film im Kopf habe, den ich zuvor schon zitierte. Aus dem wäre mein liebstes Zitat:

„No thinking – that comes later. You must write your first draft with your heart. You rewrite with your head. The first key to writing is… to write, not to think!“

Oh, aber es gibt ein Zitat von John F. Kennedy, welches ich schon immer sehr gut fand:

„We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard…“

Den Text schrieb ich am 17.09.2014 um 17 Uhr (nur als Erklärung für die Sonne im Rücken).