Der Irrsinn von der Wursttheke…und der Ben macht mit.

Ich bin ja kein Vegetarier. Das muss ich so schreiben, weil ich immer wieder für einen gehalten werde. Aber eigentlich esse ich Fleisch viel zu gern. Ich habe meinen Konsum stark reduziert. Bei uns gab es im Kühlschrank immer allerhand Wurstpackungen. Vermutlich konnte man jede Wurstsorte, die es im Supermarkt gab, auch bei uns finden. Tja und es schmeckte mir. Warum auch nicht? Was ich aber in Zeiten lernte, in denen ich verzichten musste, war die Tatsache, dass oftmals weniger doch mehr ist. Und so gönne ich mir mittlerweile nur hin und wieder mal richtig leckeres Fleisch. Das kostet dann natürlich auch mehr, aber dafür ist es eben nicht die in Plastik verpackte und geschnittene 08/15-Wurst.Ein Gutmensch bin ich deswegen nicht und ich habe schon überlegt, ob ich meinen Fleischkonsum komplett durch Nüsse und andere Leckereien ersetze.

Nun war ich am Samstag einkaufen und neben der Fleischtheke stand ein Korb mit sich eingeschweißte Endstücken. 300gr. Salami für einen Euro…das ist also der Abfall, den man wegwirft. Warum man an der Theke die Endstücken abschneidet und nicht am Stück verkauft, das erschließt sich mir nicht. Es ist einfach traurig, dass diese Packen da rumliegen, als wäre es verkommendes Essen, dabei sind es doch gerade jene Endstücke, über die ich mich als Junge freute, weil sie so lecker waren. Und so kaufte ich es. Nun rätsle ich, ob ich damit was gutes tue, weil man die Stücke vermutlich sonst wegwirft oder ob ich damit den ganzen Unsinn nicht auch noch unterstütze…tatsächlich wäre es da als Vegetarier einfacher gewesen. Keine Erinnerung an den jungen Ben, der ein leckeres Endstück Wurst nascht und somit das Verlangen im Jetzt-Ben weckte.