Der Katzenmann – Teil 4

Die Geschichte von vorn

Heinrich war nicht ganz unglücklich über den Besuch der Beamten, denn eine der beiden war die Polizistin vom Vortag, die sich als Frau Leiser vorgestellt hatte. Sie gefiel Heinrich, auch wenn ihm klar war, dass aus der Situation heraus keine Option für ein Kennenlernen bestand. Stattdessen musste er sich Fragen zu Frau Bauer und seinem Leben mit den Katzen gefallen lassen. Wie so üblich hatte Heinrich das Gefühl, sich für seine Liebe zu den Katzen rechtfertigen zu müssen. Und wie sonst auch entschuldigte er sich geradezu dafür. Nach knapp einer halben Stunde war das Verhör beendet und Heinrich nahm all seinen Mut zusammen, um nachzufragen, was denn mit Frau Bauer geschehen sei, dass man ihn so intensiv befragte. Die beiden Beamten gaben keine Auskunft und verließen Heinrichs Wohnung.

Der Katzenfreund ging hinüber zum Bäcker, der ihn ganz ungewöhnlich mit einem Guten Morgen, Herr Kalkenrisse begrüßte. „Die Polizei war vorhin bei Ihnen, habe ich gesehen. Was war denn los?“, fragte er Heinrich anstatt sich zu erkundigen, was dieser gerne kaufen wollte. „Die hatten nur noch ein paar Fragen wegen Frau Bauer.“, antwortete Heinrich und ergänzte: „Ich darf aber nicht darüber reden, das verstehen Sie ja sicherlich.“ Der Bäcker blickte ihn unzufrieden an, schnaufte laut durch die Nase und war nun bereit zu bedienen: „Was hätten Sie denn gern?“ „Drei normale Brötchen, das wäre alles.“ „Bitte sehr. Haben die nur wegen der Bauer gefragt oder auch wegen Erik?“ „Wegen Erik? Nein, nur wegen der Bauer und ich wüsste auch nicht, warum man mich zu dem hätte befragen sollen“, erwiderte Heinrich, griff die Tüte mit den Brötchen und verließ den Bäcker.

Zuhause bereute er schon wieder zu jenem Bäcker gegangen zu sein. Er hatte sich freier und wohler gefühlt, nachdem die Bauer und Erik ihn nicht mehr angiften konnten, aber die Welt in diesem Ort war noch immer dieselbe. „Der verfluchte Bäcker. Der soll lieber mal seine Waren selbst backen und sich nicht beliefern lassen, statt so viel Tratsch zu verbreiten und seine Anschuldigungen loszuwerden. Immer diese Blicke von dem Typen. Kann da nicht ein anderer bedienen?“, ärgerte Heinrich vor sich hin, als er sich die Brötchen aufschnitt und mit Frischkäse beschmierte, ohne zu bemerken, wie er von Tiger beobachtet wurde.

Zum 5. Teil

Der Katzenmann – Teil 3

Die Geschichte von vorn

Die Sonne blendete Heinrich, als er auf den Balkon trat und so blinzelte er einige Male, dann blickte er in den Hof und sah, wie zwei Polizisten, drei Sanitäter und einige Nachbarn vor der Tür standen, vor der er vorhin die tote Maus entsorgt hatte. Er entdeckte ebenfalls eine Decke auf dem Boden, unter der sich vermutlich eine Leiche befand.

Heinrich zuckte zusammen, als Tiger ihm in dem Moment um die Beine schlich. Sie miauzte ihn an, sprang auf den Sessel, um direkt in der Nähe seiner Hand zu sein, die sie anstupste, um gekrault zu werden. Dass jemand in seiner direkten Nähe gestorben ist, ließ Heinrich erschaudern. Er blickte gedankenverloren in den Hof und wurde erst von Tiger wieder in die Realität zurückgeholt, als diese ihm leicht in den Finger biss. Das war ihre Art zu zeigen, dass sie Hunger hatte. Er holte eine Tüte mit Trockenfutter und schüttete eine gute Portion in die leere Schüssel von Tiger. Sie aß nur aus ihr und keine andere Katze wagte sich an diese heran.

Er begab sich in die Küche, um sich wieder Wasser für einen Tee aufzukochen, als es an der Haustür klingelte. Vor ihm stand eine junge Polizistin, die ihn fragte: „Herr Kalkenrisse?“ „Ja, der bin ich.“ „Mein Name ist Leiser. Ich bin von der Polizei und würde Ihnen gern ein paar Fragen stellen.“ Heinrich war ein wenig perplex, bat die Frau aber herein. „Nein danke, es geht ganz schnell und mein Kollege und ich müssen noch die anderen Anwohner befragen. Waren Sie den ganzen Mittag Zuhause?“ „Ja, außer gegen elf Uhr, da war ich beim Bäcker gegenüber.“ „Okay und ansonsten waren Sie in der Wohnung?“ „Ja“, antwortete Heinrich und sah, dass die Frau etwas notierte. „Haben Sie bemerkt: Ein Geräusch oder eine Person, die Sie zuvor nicht gesehen haben?“ „Nein, nichts. Was ist denn passiert?“ „Eine Anwohnerin ist tot im Hof aufgefunden worden, wir nehmen nun alles für die Untersuchung auf. Das ist die Standardvorgehensweise“, erklärte sie und ließ sich danach noch Angaben zur Person von Heinrich geben. Sie verabschiedete sich freundlich und ließ den Katzenfreund mit der Frage zurück, wer da tot vor seiner Haustür lag.

Er sollte es am nächsten Morgen erfahren, als zwei Polizisten vor seiner Tür standen und ihn zu seinem Verhältnis zu Bauer befragten, der alten Frau, die sich über ihn beim Vermieter beschwert hatte. Sie hätten mit dem Eigentümer gesprochen und dabei sei sein Name gefallen, deswegen wollten sie noch einmal nachhaken.

Zum 4. Teil

Stöckchen 2 von 5

Dieses Stöckchen kommt von Sieghilde, die ich schon so einige Jahre kenne. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich kann nicht einmal genau benennen, warum das so ist. Aber ihr kennt das ja sicherlich, dass ihr euch in Gegenwart (selbst in virtueller) mancher Personen aufgehoben fühlt.

Hier ihre Fragen:

1.  Was hat Euch zum Bloggen bewegt? Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich habe mich im Moment meines ersten Eintrages allein gefühlt und suchte auf diese Weise nach Kontakt.
2.  Wie habt Ihr zu “Eurem” Thema gefunden? Was ist mein Thema eigentlich? Ich liebe die Sprache und lebe sie daher in jeder möglichen Weise aus. Das ist mein Zugang zu meinem Thema, der literarischen Schreibe. Wenn es um die Politik geht, so war ich da schon immer interessiert. Ich wollte schon immer verstehen, wie die Politik funktioniert und wie ich mich partizipieren kann.
3.  Wie intensiv nutzt Ihr Social-Media-Kanäle, um Eure blog-Beiträge einem größeren Publikum bekannt zu machen? Eigentlich gar nicht. Ich lasse meine Einträge auf Facebook veröffentlichen und stelle sie somit zusätzlich realen Freunden zur Verfügung.
4.  Wie fühlt Ihr Euch, wenn Ihr mit viel Mühe einen Beitrag gestaltet habt und es kommt keine Reaktion? Demotiviert. Es ist halt einfach schade drum, wenn keinerlei Feedback kommt. Wir haben die Sprache und sollten froh sein, dass wir sie ständig nutzen können.
5.  Passt zu 4.: Wolltet Ihr das Bloggen schon mal aufgeben und warum? Ich hatte und habe ja noch einen weiteren Blog, der schon recht aufgegeben ist. Damals begann es mit technischen Problemen jenes Portals, die sich über Monate hinzogen. Doch statt aufzugeben, fing ich hier etwas neues an. Um es aber mal klar zu sagen: Ich bekam Feedback auf dem anderen Blog und ich fühlte mich dort sehr wohl mit meinen Mitbloggern, aber ich hatte das Gefühl des Stillstands.
6.  Schließt an 5. an: Was hat Euch dazu bewogen, dennoch weiterzumachen? Nun ja…hab ich ja gar nicht so richtig.

7.  Hat das Bloggen schon mal Euer “Real Life” beeinflusst, z.B. durch Menschen, die Ihr darüber kennen gelernt habt? Joa, ich hab schon einige Blogger im wahren Leben kennengelernt. Eine tiefe Freundschaft ist dadurch bisher nicht entstanden, aber sehr schöne Kontakte.
8.  Für welche Blog-Plattform habt Ihr Euch entschieden und warum? WordPress, weil es mir einfach gefällt. Es wird aktuell gehalten und die Einbindung in Facebook ist kinderleicht.
9.  Habt Ihr vor, Eure blog-Aktivitäten noch auszubauen? Weitere blogs? Blogpräsenz umziehen? Ich habe gerade erst einen neuen Blog erstellt, welcher jedoch ein Gemeinschaftsprojekt werden soll. Wer schon mal schauen mag, der kann gern auf friends41world.wordpress.com schauen.
10. Würdet Ihr gerne Eure blog-Aktivitäten professionalisieren und mit Bloggen Geld verdienen? Hm…och, ehrlich gesagt schon. Ich will aber gleichzeitig meine Leser weder mit einem Abo oder mit übermäßig hoher Werbung nerven, also bleibt es so. Aber ich habe so einige Buchideen und dann wird ja womöglich noch was draus. 🙂
11. Ihr habt einen Herzenswunsch frei: Was würdet Ihr Euch wünschen? Ich habe mir die Frage mal anders gestellt und mir überlegt, dass ich mein Leben heute dafür hergeben würde, dass die Menschheit einen Monat lang in einem Zustand existiert, in dem jeder Mensch den anderen kennenlernen und ihn verstehen kann. Jedem Menschen sollte die Freiheit und die Versorgung zur Verfügung stehen, die wir hier als selbstverständlich erachten und jeder Mensch sollte sehen, wie es ist, in einer Fabrik zu sitzen und Freizeit nicht zu kennen. Jeder Mensch sollte eines schnellen Todes sterben, weil er als männliches Huhn zu Welt kam und angeknabbert werden, weil andere Schweine auf ihm rumtreten, denn mehr Platz geben wir ihnen nicht. Das wäre mein Herzenswunsch. Eine große Pille voller Lebensrealität. Eine schallende Ohrfeige, die nach dem Monat doch hoffentlich eine Wirkung hat. So schlimm wie wir uns die Hölle vorstellen, ist weniger, als wir die Welt mancherorts machen, um anderswo besser als im Paradies zu leben.

Vielen Dank an Sieghilde. Gar nicht mal so sehr für den Award, sondern viel eher für ihre jahrelange Freundschaft.

Liebster Award

aw

Die liebe Aurelia hat mich geehrt und mir einen Award überreicht, denn mein Blog gehört zu ihren liebsten. Ihr Blog beschäftigt sich damit, dass Frauen sich und ihren Körper lieben. Ein Projekt, was ich unterstütze, zumal die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nicht nur Frauen eigen ist, aber hier geht es nicht um mich, sondern um Aurelia und ihren Blog. Die Homepage ist gerade neu von ihr designt worden, also klickt mal auf den Link und werft auch ruhig mal einen Blick auf ihren Youtube-Kanal. Allein für die musikalische Untermalung der Vlogs schaue ich da nur zu gern mal wieder drauf. Den Text, mit dem sie meinen Blog beschrieb, möchte ich übrigens nicht unerwähnt lassen, der gefiel mir ungemein und tut es immer noch.

„Ben Fröhlich von farbenfroehlich.wordpress.com, wo er seine wundersamen Erzählungen veröffentlicht und man in deren Fiktion angelehnt an die Realität voller wohlwollen versinken kann.“

Ich sollte nun fünf bis elf weitere Blogs benennen. Ich habe schon in der Vergangenheit darauf verzichtet und tue es nun wieder. Stattdessen nehme ich diesen Award, um mal wieder über Blogs aus meiner Leseliste zu berichten. Da wird immer mal wieder ein Blog vorgestellt werden. Nun aber zu Aurelias 11 Fragen:

1. Was ist für dich “Schönheit”?

Ich würde lügen, wenn ich beim Wort Schönheit nicht sofort an äußerliche Merkmale denken würde. Da gibt es sofort Gesichter, die mir in den Sinn kommen. So ein Gesicht wird dennoch nie schön sein, wenn die Person dahinter nicht eine ganz besondere, innere Schönheit besitzt. Da gibt es dieses Lächeln, das mir das Gefühl gibt, als gäbe es nichts Schlechtes auf der Welt. Ja, das ist Schönheit. Ein attraktiver Mensch kann für mich nur dann wirklich schön oder attraktiv sein, wenn da kein langweiliger Charakter dahintersteckt, der außer seinem Äußeren sonst nichts kennt.

2. Welches Kompliment wolltest du schon einmal jemandem sagen, tatest es aber nicht? und wieso?

Da ich selbst nur schwer mit Komplimenten umgehen kann, sollte man meinen, dass ich sie selbst auch nicht von mir gebe, aber wenn es etwas gibt, für das ich ein Kompliment aussprechen möchte, dann tue ich das einfach. Ich gebe aber zu, dass es mir am schwersten bei meinen Eltern fällt. Ihnen einfach ein Kompliment dafür zu machen, dass sie ihr Leben lebten, wie sie es wollten.

3. Was ist dein Lieblingsessen?

Mein Lieblingsessen ist immer das, was man für mich zubereitet. Ja selbst in der Kantine, aber dann muss es mir von der Bedienung mit einem Lächeln serviert werden, was aber eh auf Gegenseitigkeit beruht und daher nie wirklich ein Problem darstellt. Oh, Nudeln mit einer Lachs-Sahne-Soße sind einfach großartig, die würd ich nehmen.

4. Wer oder was bringt dich zum lachen?

Da würde ich auf das Lächeln aus Frage 1 verweisen. Ansonsten sind es gute Freunde und die blödesten Filme. Mir kamen erst neulich wieder die Tränen bei der MacGuyver-Parodie „MacGruber“ und der Film hat nun weder Niveau, noch irgendwelche besonderen Momente, aber Humor darf und muss auch simpel sein dürfen.

5. Eine Sache die du über Alles liebst ist…

Eine Sache liebe ich nicht. Vielleicht meine Notizbücher, von denen würde ich mich zumindest nur ungern trennen. Aber es sind eher Ideen und Erfindungen, die ich liebe. Zum Beispiel die Toilettenspülung, denn seien wir doch mal ehrlich, wie oft wünschten wir uns, dass der ganze Scheiß den wir so mit uns rumschleppen auf Knopfdruck verschwindet. Sorry, eine ernsthafte Antwort fällt mir schwer, da ich die Liebe zum Objekt nicht wirklich kenne.

6. Seit wann schreibst du?

Seit Mai 2009. Ich habe eben nachgeschaut, da schrieb ich meinen ersten Text. Bis dahin schrieb ich nur Prüfungen oder Hausaufgaben (meistens ab). Randnotizen in Büchern finde ich auch immer mal wieder, aber nie was richtiges, was eigenes.

7. Wieso betreibst du deinen Blog?

Da möchte ich aus einem meiner Lieblingsfilme zitieren (wer den Film kennt oder ihn errät, bekommt einen dicken Knutscha von mir):

„Yeah, and what’s the reason in having a file cabinet full of writing and keeping the shit locked so nobody can read it?“

Für mich ist es ein großer Anreiz, dass es Menschen gibt, die meine Geschichten lesen können. Ich gestehe, dass ich ganz gern mal in meine Statistik schaue und mich freue, wenn die Seite gut besucht wird. Aber das schönste Hochgefühl ist es, wenn ich einen Text runtertippe, ihn hochlade und dabei keine hohe Meinung davon habe, und dann kommen da die tollsten Komplimente. Das gibt mir das Gefühl, als gäbe es da ein großes Talent in mir, das ich häufiger mal herauskitzeln sollte.

8. Wenn du eine Sache in unserer Gesellschaft ändern könntest, was wäre es?

Vermutlich wäre es die Eigenschaft immer alles auf die Gesellschaft zu schieben. Wir, also auch ganz besonders ich, tendieren dazu, dass das Problem immer in der Gesellschaft liegt, diesem theoretischen Konstrukt. Da gehört natürlich man selbst oder der engste Freundeskreis nicht dazu, denn die sind anders. Leider sind wir es alle nicht.

Ich wünschte mir, dass wir einfach nur um unser selbst leben würden, dass das Erlangen der höchsten Erkenntnis unser Antrieb wäre und nicht aus minderen Gründen handeln würden. Ein Wunsch, den ich an mich selbst sende, denn genau da muss es anfangen.

9. Wie fühlst du dich gerade?

Sehr gut. Die Sonne brennt mir auf den Rücken und die Erinnerung an eine wunderschöne Nacht mit Freunden klingt noch immer nach. Das lenkt von der Erkältung ab, die mich gerade plagt.

10. Kannst du kochen?

Die Frage müsste eher lauten, ob man es essen kann. Aber ja, kann man. Ich habe eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten, die ich zubereiten kann und nehme gern neue Rezepte auf, wenn sie mich ansprechen.

11. Was ist dein Lieblingszitat?

Das ist fies, weil ich jetzt Zitate aus dem Film im Kopf habe, den ich zuvor schon zitierte. Aus dem wäre mein liebstes Zitat:

„No thinking – that comes later. You must write your first draft with your heart. You rewrite with your head. The first key to writing is… to write, not to think!“

Oh, aber es gibt ein Zitat von John F. Kennedy, welches ich schon immer sehr gut fand:

„We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard…“

Den Text schrieb ich am 17.09.2014 um 17 Uhr (nur als Erklärung für die Sonne im Rücken).