Lehrmeisterin – auf literallypeace.com

Guten Abend,

ich hatte es neulich schon angekündigt und hier ist der aktuelle Beitrag von mir auf Literally Peace

Text – Lehrmeisterin

Es geht dabei um Nacktheit, Rotwein und eine Nachbarin. Und wenn ich euch damit nicht locken kann, dann sollte ich wohl zugeben, dass es ein sehr berührender und nachdenklicher Text ist und keinerlei Erotik enthält.

Vielen Dank,

Ben

Reise- und Musiktipp für den Juni

Pete und der Hauptheld von „Der Kutter aus Kalkutta“ waren schon dort und hätten sie ihre Reise im Juni diesen Jahres begonnen, dann hätten sie die Chance gehabt, eine großartige Band live performen zu sehen. Wobei ich mir sicher bin, dass sie auf der Reise einige Songs von ihnen hörten, denn die Musik gehört einfach so sehr ins Auto, wie eine lange Haare.

Die Band nennt sich „Black Rebel Motorcycle Club (oder kurz: B.R.M.C.) und die Stadt ist Zagreb. Ich bin ein wenig überrascht, dass bisher keiner meiner Freunde jemals was von denen gehört hat, wenngleich sie seit 2001 sieben Alben produziert haben. Ich selbst habe nur zwei davon „B.R.M.C.“ (2001) und „Baby 81“ (2007), welche aber durchweg mit bestem Rock aus dem Sonnenstaat aufwarten.

Ich überlege, welcher mein absoluter Lieblingssong ist, den ich hier nun verlinke, um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln und es ist verdammt schwierig. Ich entscheide mich daher für jenen Song, der womöglich manchen noch im Ohr liegt, weil er in einem Werbespot benutzt wurde:

Eine Welle von Gefühlen

Habe ich eigentlich mal meine Liebe zum Meer erklärt? Ich glaube nicht und mir ist gerade danach, dies zu tun, vermutlich weil hier den ganzen Tag landunter war. Ich mag es sogar an solch kühlen Tagen, das gute Meer. Einst war es mein Lebensretter, wenngleich ich heute weiß, dass die Krankheit, die ich damals hatte, mich kaum umgebracht hätte, aber wenn man keine Luft mehr bekommt und zudem noch ein Kind ist, dann sieht die Realität anders aus. Das gute Meer, es ist mir bis heute ein guter Freund geblieben, den ich viel zu selten besuche und der mich zum Glück nicht besucht. Ich liebe es gerade an einem kühleren Tag auf dem Sand zu sitzen, in die Wellen zu schauen und die salzige Luft einzuatmen. Ich habe das gute Meer auch einmal trinken wollen und spürte die Auswirkungen davon noch Tage später, mittlerweile genieße ich es einfach, mich von den Wellen hin und her schaukeln zu lassen. Vor einem Jahr war ich mit einem sehr guten Freund in Kroatien und wir fuhren an der Küste entlang. Immer wieder wechselte der Blick vorn aus dem Auto zwischen Felswand und Meer und mir ging es dabei wie einem kleinen Kind, welches sich wundert, wenn die Person gegenüber verschwindet, weil sie sich die Augen zuhält, um dann sofort darauf wieder loszulachen, wenn die Augen wieder auftauchen. Es gibt für mich kaum etwas schöneres, als die Sonne, die über dem Wasser weilt.

Ich weiß noch nicht, was ich zu Weihnachten machen werde, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann würde ich am liebsten ans Meer fahren. Irgendwo in einer kleinen Hütte sitz ich dann eingewickelt in endlose Schichten von Kleidung, damit ich beim ersten Lichtstrahl aufstehe, um das Erlebnis nicht zu verpassen und mir am ersten Weihnachtsfeiertag irgendwo frischen Fisch zu besorgen. Mir ist schon klar, dass sich Viele auf die Familie zu Weihnachten freuen und dagegen möchte ich auch gar nicht sprechen, aber wenn ich meine Zeit so plane, dann ist das der einzige Zeitpunkt, in der ich noch einmal reise in diesem Jahr und dann würde ich gern ans Meer reisen…vielleicht sollte ich das für das kommende Jahr mal anregen, denn zu Hause brauchen wir nicht zu feiern, solch einen Ort gibt es eh bei meiner Familie nicht. Für mich ist das Meer meine Heimat und auch wenn ich nach meinem Tod nichts mehr mit meiner sterblichen Hülle zu tun haben werde, so hoffe ich doch, dass man mir meinen letzten Willen erfüllen wird und meine Asche über dem Meer verstreut, denn das ist mein Zuhause.