Der ganz normale Wahnsinn

Es detonierte direkt in seiner Nähe und Dreck flog durch die Luft und Holzsplitter flogen an ihm vorbei. Er hörte die Schreie seiner Kameraden und roch versenkte Haut, Schießpulver  sowie den rostigen Geruch von Blut. Er lag ruhig in seinem Graben und wartete ab, welcher Befehl wohl kommen würde.

Etwas zwickte ihn in die Seite und er schlug die Augen auf. Es war gleißend hell und der Mann neben ihm hielt sich die Hand an die blutige Stirn. Leise hörte er wieder das Knallen und Jaulen. An ihm vorbei brachte man auf einer Trage einen Kerl mit verbundener Hand, sie musste ihm halb weggesprengt worden sein. Dann kamen die beschwichtigen Worte von der anderen Seite: „Schon gut mein Schatz, wir kommen gleich dran. Es ist eben der ganz normale Wahnsinn zu Neujahr.“