Glückseligkeit

Ich lag mit meinem Bauch auf dem Flokati, während die Bodenheizung mich von unten her wärmte. Normalerweise würde ich nicht mit freiem Oberkörper hier liegen, aber das Angebot der Massage konnte ich einfach nicht abschlagen. Es gibt zwei Dinge, die ich als die größten Geschenke ansehe. Das ist zum Einen ein Essen, welches für mich zubereitet wird und zum Anderen eine Massage. Ihr war sehr bewusst, dass warme Hände die wichtigste Voraussetzung war und so zuckte ich auch nicht zusammen, als sie mich sanft an den Schulterblättern berührte. Mit leicht kreisenden Bewegungen und viel Druck weichte sie die Verhärtungen scheinbar spielerisch auf. Es schmerzte, doch es tat so gut, dass mir niemals eingefallen wäre, sie zu bitten, den Griff lockerer zu wählen. Nach einer Weile ging sie in ein Streicheln über, vermutlich als liebevollen Abschluss der Behandlung. Als sie mir dann kurz darauf den Rücken küsste, war ich überrascht. Es war ein schönes Gefühl und dennoch hatte ich nicht damit gerechnet. Sie schmiegte sich daraufhin an mich heran und ich spürte ihre nackten Brüste an meinem Rücken. Ich kann nicht sagen, wann sie sich ihres Oberteils entledigt hatte, aber als sie sich wieder aufsetzte, drehte ich mich unter ihr und blickte in ihre dunkelbraunen Augen, die sich anscheinend ebenso in den meinen verloren. Ich griff nach ihren Schultern und stützte sie, während ich sie an mich zog. Der Kuss schien mir viel intensiver als jener erster, den wir nur Stunden zuvor ausgetauscht hatten.

Die Massage

Es war schon an Michaels Gang zu erkennen, dass ihm sein Rücken weh tun musste. Er verzerrte keine Miene, bewegte sich aber unnatürlich. Lisa scherzte ihm zu, während sie ihre Räder immer näher an das Ufer des Sees schoben. Er breitete eine Decke aus und Lisa setzte sich neben ihn und cremte sich ein. „Kannst du mir bitte den Rücken noch machen?“, fragte sie und wusste schon, dass ihr guter Freund es gern tat. Er zog sich danach sein Hemd aus und tat es ihr nach. Als allein sein Rücken noch ohne Schutz war, griff sich Lisa die Flasche mit der Sonnenmilch und deutete Michael an, sich auf den Bauch zu legen und er kam dieser Aufforderung nur zu gern nach. Sie verteilte großzügig die Milch und begann dann, den schmerzenden Rücken durchzukneten. Im Anschluss klopfte und knetete sie seinen rechten Arm, zog ihn etwas zu sich hoch und löste ihn ab. Danach folgte der linke Arm. Bei den Beinen musste sie sie jeweils nach außen drehen, um sie abnehmen zu können. Der restliche untere Rumpf benötigte eine Sechzig-Grad-Drehung im Uhrzeigersinn, und klackte leicht, als er den Kontakt zum oberen Rumpf verlor. Dann noch einen leichten Druck auf den Nacken und der Kopf konnte beiseite gelegt werden. Lisa legte den noch immer recht schweren Oberkörper auf ihren Schoß und trommelte nach Herzenslust darauf herum. Michael sah mit fröhlichen Augen zu und grinste vor sich hin, fühlte er sich doch mittlerweile geradezu schwerelos und der Schmerz zwischen seinen Schulterblättern schien komplett verschwunden. Er schloss die Augen, da die Helligkeit ihn etwas anstrengte und er sich etwas müde fühlte. Als er wieder erwachte, sah er die ebenfalls dösende Lisa neben sich, stupste sie an und grinste vor sich hin.