Lehrmeisterin – auf literallypeace.com

Guten Abend,

ich hatte es neulich schon angekündigt und hier ist der aktuelle Beitrag von mir auf Literally Peace

Text – Lehrmeisterin

Es geht dabei um Nacktheit, Rotwein und eine Nachbarin. Und wenn ich euch damit nicht locken kann, dann sollte ich wohl zugeben, dass es ein sehr berührender und nachdenklicher Text ist und keinerlei Erotik enthält.

Vielen Dank,

Ben

Ein Morgen

Ich mochte die Geräusche, die beim morgendlichen Rasieren zu hören waren. Erst der Schaum, der mit Unterdruck aus dem Behälter schoss, dann das Verteilen auf den Bartstoppeln und das leise Scharben der Rasierklingen, die nur die blanke, weiche Haut zurückließ. Der Kerl im Spiegel sah ziemlich übernächtigt aus, was er auch war. Er hatte noch Restalkohol von letzter Nacht im Blut und geschlafen hatte er kaum mehr als vier Stunden. Dieser Kerl stand nackt vor dem Spiegel und ließ mit jedem Zug das Dunkel aus seinem Gesicht verschwinden. Ich spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht und sah wieder auf mein zweites Ich. Er grinste mir entgegen. Er grinste wohl fröhlich, weil in seinem Bett die Bekanntschaft von gestern lag. Oder es grinste verlogen, weil es noch nicht wach sein wollte und weil er trotz der abendlichen Zweisamkeit allein sein würde.

Ich schüttelte den Kopf, als könnte ich damit diese Gedanken beiseiteschieben und tatsächlich funktionierte es. Ich blickte meinen Körper an. Die schmächtige Körper, der seine Muskeln nicht verbergen konnte. Wie sehr hatte ich früher mit ihm gehadert, weil er einfach nicht an Masse zunehmen wollte, aber mittlerweile hatte ich verstanden, welches Glück ich damit hatte. Es nervte nur, wenn ich mich mal wieder schwach fühlte. Wenn das ausgiebige Frühstück nicht ausreichend war und das Mittagessen zwar gesättigt hatte, sich ein Schritt aber dennoch wacklig anfühlte.

Ich ging in die Küche, um mir Wasser für einen Tee aufzukochen. Im Hintergrund vernahm ich das leise Tapsen meiner Bekanntschaft, die ins Bad schlich. Ich machte zwei Tassen und bekam alsbald die Gelegenheit, eine davon abzugeben. Sie hatte eines von meinen Hemden an, das ihr viel zu lang war, während ich noch nackt vor ihr stand. Sie musterte mich und grinste mich an, als sie sich die Tasse von mir geben ließ. Ich ließ ein Lächeln aufzucken damit war klar, dass ich sie noch einmal ins Schlafzimmer mitnehmen würde, aber sie schüttelte lächelnd den Kopf. Verständnisvoll nickte ich ihr zu, ließ den noch zu heißen Tee stehen und duschte mich. Als ich das Badezimmer verließ, fiel mir sofort auf, dass ihre Schuhe verschwunden waren, so wie auch sie. Es war mir recht so. In der Küche wartete mein lauwarmer Tee auf mich, den ich herunterstürzte und mich danach fertig machte, um den Tag zu beginnen.

Wenn eins und eins gleich eins ist

Nun liege ich also hier, ihr Kopf ruht auf meiner linken Schulter und meinem Arm, ihr linkes Bein hat sie zwischen die meinigen gesteckt und ihr Körper presst sich an den meinen. Als sie kam, schlief ich bereits und war überrascht, dass sie vor meiner Haustür stand, der Regen muss sie ausgekühlt haben und so lieh ich ihr ein XXL-T-Shirt nach amerikanischem Maß, welches ich von Freunden aus Texas geschenkt bekommen hatte und welches mir schon einige Nummern zu groß war, als Schlafhemd für sie jedoch perfekt war.
Nach einigen Küssen verliert sie das Oberteil wieder, kuschelt sich schlussendlich an meine linke Seite und schläft ein. Ich blicke an die Decke und wage es nicht, mich zu bewegen, da ich sie nicht wecken will. Ihre Atmung wird regelmäßiger und tiefer, so traue ich mich nach einigen Minuten nun doch ihren Kopf anzuheben und meinen Arm wegzuziehen ohne sie zu wecken. Nur kurz bin ich in der Küche um ein Glas Wasser zu trinken, danach betrete ich wieder das Schlafzimmer und das leichte Licht des nahenden Morgens gibt ein Bild auf ihren Körper frei, der zur Hälfte in die Decke eingewickelt ist, doch ein Bein und ihr Rücken sind zu erkennen. Ihre Haut ist vom Sommer angenehm braun gebrannt. Ich lege mich zu ihr, komme nicht umher, ihren Hals zu küssen, sie erwacht aus ihrem kurzen Schlaf und dreht sich zu mir. Ihre Augen dringen geradezu in die meinen ein und wir küssen uns innig. Sie liebkost meinen Hals und wandert mit ihrem Mund langsam meinen Oberkörper herab bis zu meinen Lenden, dabei dreht sie ihren Körper und ich spüre die Wärme, die sich zwischen ihren Beinen aufgestaut hat. Mein Arm umgreift ihren Po, so dass meine Hand sich langsam am Eingang ihres Intimsten entlang bewegen kann. Ich küsse die Innenseite ihrer Beine, befeuchte so eine Stelle kurz um sie direkt danach mit einem leichten Pusten wieder zu trocknen. Ihre Hand greift mein Glied, während sie mit ihrem Mund den Bereich zwischen Bauchnabel und meiner Erektion küsst. Ich fahre mit meinem Mittelfinger langsam an den verschlossenen Schamlippen entlang, bis ich mit der Fingerkuppe sanft eindringe um den gleichen Weg abzugehen. In diesem Moment spüre ich ihre Zunge, die an meinem Schwanz entlang nach oben wanderte um ihn dort mit den Lippen zu umgreifen. Ich will sie schmecken, will ihre Wärme direkt spüren, dafür dringe ich mit meiner Zunge leicht in sie ein. Ich ziehe ich meinen Kopf ein wenig zurück und schiebe meinen Zeigefinger an ihren Schamlippen vorbei, langsam und immer tiefer. Dann nehme ich meinen Mittelfinger dazu und lecke gleichzeitig diesen eh schon feuchten Bereich. Wir stöhnen in diesem Moment gleichzeitig leicht und ich beschleunige das Tempo ein wenig und sie mit mir. Es fühlt sich an, als würde ich selbst den Mund und die Zunge an meinem Glied steuern, ich finde meinen Rhythmus, werde schneller und in diesem Moment bin ich nicht mehr ich und sie nicht mehr sie. Hier liegt ein Zwitterwesen, denn wir wissen nicht, wo ihr Körper anfängt und meiner endet. Wir wissen nicht, wessen Kopf wessen Körper verwöhnt und wer den Rhythmus bestimmt, der uns treibt. Der uns zu einem Höhepunkt treibt, von dem wir nicht wussten, dass er so intensiv sein könnte.