Grausam grau – Teil 2

Es musste gegen Null Uhr gewesen sein, als Henry ein Nebelhorn vernahm, es fuhr ihm bis in die Knochen. Er ging zum Fenster und sah über den Marktplatz zu den anderen Hütten hinüber, doch war nichts zu sehen. Dann bemerkte er eine Bewegung, es war die Haustür seines besten Freundes Olaf. Der Nebel war sehr dicht in dem Moment, aber es war niemand zu sehen und die Tür war nur Augenblicke später wieder geschlossen. Er setzte sich auf den Stuhl in der Küche und sah weiter in die Nacht hinaus. Er erblickte den Mond, der ihm durch einen rötlichen Stich auffiel, doch das lag sicherlich am Nebel, so vermutete es Henry. Ihm wurden die Augen schwer und er legte sich hin, in der Hoffnung, dass er diese Nacht durchschlafen würde. Am nächsten Morgen hatte er sich mit Olaf zur Jagd verabredet und dafür musste er fit sein, alle im Dorf verließen sich auf die guten Freunde.

es gab gestern bereits einen zweiten Teil, den ich wieder zurücknahm, weil nicht wirklich etwas passierte. Ich hatte selbst schon gezweifelt und wurde durch eine Kritik bestärkt, die ich tatsächlich als hilfreich empfand. Der letzte Punkt ist an jene Kritikerin gerichtet, damit sie weiß, dass ich ihre Kritik hilfreich fand.

California Dreamin

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Die Sonne hat sich bereits dazu entschlossen, unter zu gehen, als ich an diesem Sonntagabend durch die Stadt unterwegs war. Beim Überqueren des Flusses fällt mein Blick auf die nächste Brücke und ich stelle fest, dass sie anders wirkt, geradezu märchenhaft, doch ich weiß nicht, warum es mir so scheint. Ich bleibe stehen und suche sie ab, bis mir bewusst wird, dass ihre Beine nicht im Wasser versinken, sondern sich in einer dichten Nebelwolke verstecken. Einen Moment halte ich inne und fühle die angenehme Wärme des Herbstabends. Meine Gedanken wandern einige tausend Kilometer über die Erde und vergleichen die Schönheit dieses Anblicks mit dem der Golden Gate Bridge, die im weißen Nebel versinkt. Aber natürlich kann die Schönheit dieses Flussufers ebenso wenig mit der der San Francisco Bay verglichen werden, wie es diese alte Steinbrücke mit der rostig-roten in Kalifornien werden kann. Hier wirkt alles eher wie in einem Schwarz-Weiß-Film; ein wenig unecht, aber durchaus romantisch. Es verwundert mich nicht, dass ich in meinem inneren Ohr die Melodie von „California Dreamin‘“ vernehme, während ich in weitere Träume versunken, durch die Stadt wandere.