California Dreamin

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Die Sonne hat sich bereits dazu entschlossen, unter zu gehen, als ich an diesem Sonntagabend durch die Stadt unterwegs war. Beim Überqueren des Flusses fällt mein Blick auf die nächste Brücke und ich stelle fest, dass sie anders wirkt, geradezu märchenhaft, doch ich weiß nicht, warum es mir so scheint. Ich bleibe stehen und suche sie ab, bis mir bewusst wird, dass ihre Beine nicht im Wasser versinken, sondern sich in einer dichten Nebelwolke verstecken. Einen Moment halte ich inne und fühle die angenehme Wärme des Herbstabends. Meine Gedanken wandern einige tausend Kilometer über die Erde und vergleichen die Schönheit dieses Anblicks mit dem der Golden Gate Bridge, die im weißen Nebel versinkt. Aber natürlich kann die Schönheit dieses Flussufers ebenso wenig mit der der San Francisco Bay verglichen werden, wie es diese alte Steinbrücke mit der rostig-roten in Kalifornien werden kann. Hier wirkt alles eher wie in einem Schwarz-Weiß-Film; ein wenig unecht, aber durchaus romantisch. Es verwundert mich nicht, dass ich in meinem inneren Ohr die Melodie von „California Dreamin‘“ vernehme, während ich in weitere Träume versunken, durch die Stadt wandere.