Beklemmungen

Schon merkwürdig, wie sehr sie sich in ihren Gefühlen glichen. Beide waren sie nackt, nur ein Hemd trug er noch. Der Sommer hatte das Zimmer erhitzt und auch die zwei Liebenden schwitzten. Er fühlte sich wohl in dem Hemd, verdeckte es doch seine dünnen Arme. Ohne das Hemd hätte er sich unwohl gefühlt und kaum abschalten können. Erst Monate später gestand sie ihm, wie schön sie es fand und wie geschützt sie sich vorkam, weil sie sich nicht vollkommen preisgeben musste. Das Pärchen schwitzte und liebte sich, doch ohne einen Höhepunkt zu erreichen. Auch hier erfuhr er erst einige Zeit später, dass sie gerade das so besonders fand. Es ging ihnen nicht nur um einfachen Sex, sie genossen die innige Verbindung, die ihnen nie wirklich bewusst war.

Wenn eins und eins gleich eins ist

Nun liege ich also hier, ihr Kopf ruht auf meiner linken Schulter und meinem Arm, ihr linkes Bein hat sie zwischen die meinigen gesteckt und ihr Körper presst sich an den meinen. Als sie kam, schlief ich bereits und war überrascht, dass sie vor meiner Haustür stand, der Regen muss sie ausgekühlt haben und so lieh ich ihr ein XXL-T-Shirt nach amerikanischem Maß, welches ich von Freunden aus Texas geschenkt bekommen hatte und welches mir schon einige Nummern zu groß war, als Schlafhemd für sie jedoch perfekt war.
Nach einigen Küssen verliert sie das Oberteil wieder, kuschelt sich schlussendlich an meine linke Seite und schläft ein. Ich blicke an die Decke und wage es nicht, mich zu bewegen, da ich sie nicht wecken will. Ihre Atmung wird regelmäßiger und tiefer, so traue ich mich nach einigen Minuten nun doch ihren Kopf anzuheben und meinen Arm wegzuziehen ohne sie zu wecken. Nur kurz bin ich in der Küche um ein Glas Wasser zu trinken, danach betrete ich wieder das Schlafzimmer und das leichte Licht des nahenden Morgens gibt ein Bild auf ihren Körper frei, der zur Hälfte in die Decke eingewickelt ist, doch ein Bein und ihr Rücken sind zu erkennen. Ihre Haut ist vom Sommer angenehm braun gebrannt. Ich lege mich zu ihr, komme nicht umher, ihren Hals zu küssen, sie erwacht aus ihrem kurzen Schlaf und dreht sich zu mir. Ihre Augen dringen geradezu in die meinen ein und wir küssen uns innig. Sie liebkost meinen Hals und wandert mit ihrem Mund langsam meinen Oberkörper herab bis zu meinen Lenden, dabei dreht sie ihren Körper und ich spüre die Wärme, die sich zwischen ihren Beinen aufgestaut hat. Mein Arm umgreift ihren Po, so dass meine Hand sich langsam am Eingang ihres Intimsten entlang bewegen kann. Ich küsse die Innenseite ihrer Beine, befeuchte so eine Stelle kurz um sie direkt danach mit einem leichten Pusten wieder zu trocknen. Ihre Hand greift mein Glied, während sie mit ihrem Mund den Bereich zwischen Bauchnabel und meiner Erektion küsst. Ich fahre mit meinem Mittelfinger langsam an den verschlossenen Schamlippen entlang, bis ich mit der Fingerkuppe sanft eindringe um den gleichen Weg abzugehen. In diesem Moment spüre ich ihre Zunge, die an meinem Schwanz entlang nach oben wanderte um ihn dort mit den Lippen zu umgreifen. Ich will sie schmecken, will ihre Wärme direkt spüren, dafür dringe ich mit meiner Zunge leicht in sie ein. Ich ziehe ich meinen Kopf ein wenig zurück und schiebe meinen Zeigefinger an ihren Schamlippen vorbei, langsam und immer tiefer. Dann nehme ich meinen Mittelfinger dazu und lecke gleichzeitig diesen eh schon feuchten Bereich. Wir stöhnen in diesem Moment gleichzeitig leicht und ich beschleunige das Tempo ein wenig und sie mit mir. Es fühlt sich an, als würde ich selbst den Mund und die Zunge an meinem Glied steuern, ich finde meinen Rhythmus, werde schneller und in diesem Moment bin ich nicht mehr ich und sie nicht mehr sie. Hier liegt ein Zwitterwesen, denn wir wissen nicht, wo ihr Körper anfängt und meiner endet. Wir wissen nicht, wessen Kopf wessen Körper verwöhnt und wer den Rhythmus bestimmt, der uns treibt. Der uns zu einem Höhepunkt treibt, von dem wir nicht wussten, dass er so intensiv sein könnte.