Regenfahrt

Immer neue Regentropfen rollten sein Gesicht herab, während er mit aller Kraft in die Pedale trat. Seine Kleidung klebte nasskalt an ihm und zerrte ihn zu Boden. Für einen kurzen Moment hielt er inne und ließ sich nur von der bereits aufgenommenen Geschwindigkeit führen. Es fühlte sich gut an und es schien, als würde ihm etwas wärmer werden. Das Rad verlangsamte und so trat er abermals in die Pedale und spürte die Kälte, die sich an Stellen haftete, die sich für einen kurzen Moment trocknen und wärmen konnte. Das Gefühl war so unangenehm und doch musste er es ertragen. Der Regen lief ihm so stark übers Gesicht, dass sich in seinem offenen Mund das Wasser sammelte – er nahm den Schluck. Sein Blick richtete sich wieder auf die Straße vor ihm, wenngleich er kaum die Augen offen halten konnte. Er holte tief Luft und ließ sich nicht mehr aufhalten. Er dachte an die warme Dusche, die auf ihn warten würde und die Tasse Tee, die er danach trinken würde, wenn er sich auf seiner Couch in eine Decke einwickeln würde. Diesen Gedanken verlor er nicht, bis er sein Fahrrad abschloss und die Treppe in seine Wohnung hinaufstürmte.

Nachbarschaftshilfe (2)

Es hatte etwas von einem Bad in der Sonne, als Natalie ein „schon okay“ erwiderte. Ich erhob meinen Kopf und sie lächelte mich verständnisvoll an, um hinterherzuschieben: „du könntest ja selbst mal mehr als zwei Knöpfe von deinem Hemd schließen, dann können wir uns gern über Freizügigkeit unterhalten.“ Ich sah an meinem Hemd herab und in der Tat waren die unteren zwei Knöpfe geöffnet, die folgenden zwei hielten beide Hemdhälften zusammen und ab da war je nach Lage des Stoffes mehr oder weniger Brust zu sehen. Ich hatte die Knöpfe ganz unbewusst zuvor geöffnet, als ich auf meinem Balkon mit einem Buch in der Sonne saß. „Ich hab mir vorhin eine Ginger*-Limo gemacht. Komm doch rein und probier‘ ein Glas, wenn du magst.“ Mir war Ginger* nie ein besonderer Genuss gewesen, aber ihre Art, vom Unbehagen abzulenken gefiel mir und so würde unser nächstes Aufeinandertreffen nicht peinlich ausfallen. Ich nickte auf ihre Einladung und sie ging voran Richtung Küche. Mein Blick fiel dabei auf ihren Po, der klar durch das Nachthemd zu erkennen war. Doch um einen kühlen Kopf zu bewahren, sah ich mich stattdessen um. Sie deutete mir an, bereits ins Wohnzimmer zu gehen, während sie die Karaffe mit der Limo und zwei Gläser besorgte. Auf dem Parkett lag ein weißer Flokati. Daneben lag eine Sitzkugel mit dem Aufdruck der Erde. Meine Hand lag auf einem silbernen Globus, den ich sofort um alle möglichen Achsen drehte. Dieses Zimmer war so hell und einladend, hier könnte man wohl den ganzen Tag auf dem Teppich liegend in die Ferne entfliehen. Sie ging an mir vorbei Richtung Balkon. Ich folgte ihr nicht sofort, fiel mir doch auf, wie ihr Nachthemd vom Wind zu einer Seite weit aufgeschlagen wurde. Sie musste es ein gutes Stück geöffnet haben oder war es bereits so, als sie mich an der Tür begrüßt hatte?

*das deutsche Wort wurde ersetzt, um die notgeilen Säcke nicht auf meinen Blog zu leiten…

Leni und Valentin – Ein heißer Sommertag

Beim Einkaufen ging Valentin den Einkaufszettel aufs Genaueste durch, hatte er doch keine Zutat für das abendliche Gericht mit seiner guten Freundin Leni im Kühlschrank. Grüne Tagliatelle fanden sich im Korb, ebenso Schlagsahne, Lachsfilets und Weißwein. Zwiebeln und Knoblauch würden der Soße die nötige Zusatznote geben, aber davon hatte er immer was Zuhause. Auf dem Weg zu sich, klingelte er bei Leni und die zwei Freunde gingen den Berg zu seiner Wohnung hinauf, wobei sie beide durch die stehende Hitze sofort ins Schwitzen kamen. Das Gericht hätte er auch allein zubereiten können, aber er ließ Leni den Lachs in kleine Stückchen schneiden, während er sich an den Zwiebeln und der Knoblauchknolle zu schaffen machte. Als alles vor sich hinköchelte, stellte Valentin den knöchelhohen, schwarzen Tisch auf den Balkon und platzierte die viereckigen Teller darauf, die in ihrem Weiß einen wunderbaren Kontrast zum Tisch abgaben. Neben Messer und Gabel stellte er noch zwei Weingläser auf den Tisch und warf Kissen zum Sitzen auf die aufgewärmten, bräunlich-roten Fliesen. Sie mischten die Nudeln und die Soße bereits in der Pfanne, und stellten sie draußen auf einem hölzernen Untersetzer. Leni war bereits hungrig und Valentin konnte es nur zu gut nachvollziehen. Die Stimme eines Nachbarn rief vom Balkon schräg über ihnen herunter, um das Essen als köstlich riechend einzustufen. Die beiden Freunde grinsten sich an und genossen ihr Gericht. Valentin hielt sich beim Wein zurück, denn immer mehr entwickelten sie den Plan, noch an den See zu fahren und dazu müsste er nüchtern bleiben.

Im Dunkeln war die kiesige Einfahrt zum See kaum zu finden und die zwei Freunde gingen auch fast den gesamten Pfad um den See ab, um einen offenen Einstieg zu finden, jedoch ohne Erfolg. Als sie Stimmen vom Strand her hörten, verloren sie ihren Skrupel und kletterten über den mannshohen Zaun. Ihnen kamen drei Jungs entgegen und der Strand war nun ruhig. Lediglich ein anderes Pärchen war dort, welches sie fast übersehen hätten. Valentin hielt sich nicht lang auf, zog schnell alles bis auf die Badehose aus, die er Zuhause noch angezogen hatte und stand bereits im angenehm kühlen Wasser, während Leni sich noch entkleidete. Sie stapfte ihm in Höschen und BH hinterher, wobei er das nicht wirklich mitbekam, da er angewiesen wurde, wegzuschauen, denn jene Unterwäsche war ihrer Meinung nach nicht schön, aber praktisch. Bevor sie sich jedoch ganz ins Wasser stürzte, entledigte sie sich ihres BHs und legte damit ihre festen Brüste frei, die Valentin nur zu gern ansah. Sie schwammen einmal die komplette Länge des Sees ab, bis ihnen kalt wurde und sie sich wieder in die Gegenrichtung aufmachten. Valentin war es doch recht kalt geworden und zudem empfand er es als gutes Training, eine Spur schneller zu schwimmen. Er ging wieder hinauf zu ihren Sachen, rollte sich in sein Badetuch ein und freute sich bereits, Leni beim Verlassen des Wassers beobachten zu dürfen. Sie war keine typische Schönheit, war sie doch leicht untersetzt und recht klein, aber eben genau das gefiel ihm so sehr an ihr. Ihre blauen Augen, ihr Lachen und ihre schönen Kurven, die er als guter Freund nie so sehr hätte begehren sollen. Als er so auf sie wartete, leuchtet plötzlich eine Taschenlampe auf ihn. Zuerst dachte er an die Jugendlichen, die nach ihren Freunden suchten, aber recht schnell erkannte er anhand der Aufforderungen, dass es sich um Polizisten handelte. Zu fliehen war sinnlos, wäre er barfuß niemals schnell genug gewesen, zumal er bereits wusste, wie schnell und ausdauernd manche Polizisten sein können und natürlich könnte er Leni da nicht so zurücklassen. Die junge Polizistin nahm seine Daten auf und vermieste damit auch gleichzeitig Valentins Freude auf Lenis schönen, fast komplett nackten Körper.

Auf der Rückfahrt im Auto regten sich die zwei Freunde lang darüber auf. 35€ sollte jeder von ihnen zahlen, aber wenigstens kam es zu keiner Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Erst in Valentins Wohnung trockneten sich die zwei Freunde ordentlich ab und er gab ihr ein paar trockene Klamotten. Leni setzte sich in den gemütlichen, roten Sessel, während er es sich auf der Couch bequem machte. Die Flasche Wein war noch halbvoll und so tranken sie sie leer und hörten dazu ein Album der Doors und wie Valentin am nächsten Tag feststellen sollte, in einer Lautstärke, dass die Nachbarn jedes Recht gehabt hätten, sich zu beschweren. Doch die Freunde hatten bereits eine zweite Flasche zu leeren begonnen und bemerkten dies nicht. Sie waren mehr mit sich beschäftigt, denn Valentin fand sich plötzlich auf dem Teppich unter Leni liegend wieder und knetete auf ihr Geheiß hin ihre Brüste, was beide genossen. Ihre Brustwarzen waren recht hell und glatt, während ihre Nippel weit hervorstanden. Sie verlagerten ihr Liebesspiel ins Schlafzimmer und Leni verlangte gleich mehrere Positionen auszuprobieren. Zuerst empfing sie ihn auf dem Rücken liegend mit gespreizten Beinen. Das viel zu weiche Bett hatte Valentin schon immer genervt, aber an diesem Abend störte es gewaltig, weil sie so nicht in einen guten Rhythmus kamen, doch zumindest hatte er so einen freien Blick auf ihr Gesicht, auf diesen so schönen Körper, jedoch dafür keine Hand frei, um sie berühren zu können. Sie drehte ihm dann den Rücken zu und wollte von hinten genommen werden. Doch auch so sollte es nicht so wirklich zur Freude Valentins sein, der immer wieder nach Halt suchte und lediglich ihren Po dafür fand, der jedoch zu glitschig vom Schweiß war. Als letzte Idee legte er sich seitlich neben sie, während Leni auf dem Rücken lag und ihr Bein anhob. Endlich fanden sie so eine Position, in der genug Halt vorhanden war. Er biss ihr in den Hals, griff fest an ihre Schulter, bis sie seine Hand nahm und sie wieder auf ihre Brust legte um sie zu kneten. Dann glitt er den Körper hinab und legte zur zusätzlichen Stimulation seine Hand über ihren Venushügel. Die Nachbarn, die von der Musik geweckt worden waren, bekamen von diesem Liebesspiel auch davon gut etwas mit, denn das Fenster war geöffnet und Leni hielt sich in ihrer Lautstärke nicht zurück, was Valentin immer mehr antrieb. All das erregte ihn. Das klatschende Geräusch ihrer verschwitzten Körper, Lenis Stöhnen, ihre verschwitzten Körper, die gestutzten Haare in ihrem Intimbereich, die er ertastete. Es schien ihm, als würde immer noch ein besonderes Gewürz in ein eh schon perfektes Gericht gegeben, was zu einer gigantischen Geschmacksexplosion führte, welches sie schmatzend genossen. Als die beiden Freunde erschöpft und verschwitzt nebeneinander lagen, war es, als wäre die stehende Hitze des Tages zwischen ihnen entladen worden. Und wie nach einem heftigen Gewitter, kehrte nun eine friedliche Ruhe ein, die umso stärker wirkte, weil sie einen so starken Kontrast zum lauten Unwetter darstellte.

Am Fluss

„Wie selten an solchen wunderschönen Tagen solche Plätze doch sind“, schoss es mir durch den Kopf, als ich neben dir lag und wir auf den ruhigen Fluss blickten. Eher zufällig entdeckten wir diese Stelle. Du hieltst mit dem Rad an und das laute Quietschen deiner alten Bremsen ließ mich zurückblicken und zu dir zurückkommen. Du schobst dein Fahrrad durch die Bäume und das Dickicht und nach einigen Metern hatten wir diesen abgelegenen Platz gefunden, der unser Platz werden könnte; der es in diesem Augenblick war. Schnell hatten wir uns der Kleider entledigt und waren in Badeklamotten ins kühle Wasser gesprungen. Nun lagen wir auf unseren Badetüchern und wärmten uns in der Sonne. Du weißt, wie sehr es mir gefällt, wenn ich dich necke und du dich für den Moment unerreichbar gibst, so wie eben, als ich die Schleife deines Oberteils öffnen wollte und du mich mit bösem Blick daran hindertest. Ich war überrascht und hielt entschuldigend die Hände vor mich, dann lachtest du los, denn du fandst es  putzig. Ein kurzer Kampf zwischen uns und ich lag auf dir und küsste dich. Wieder zog ich an der Schleife hinter deinem Kopf. Dieses Mal schütteltest du leicht beim Küssen den Kopf und ich spürte dein Grinsen auf meinen Lippen…