Zeitumstellung

Ich muss ja gestehen, dass ich manchmal sehr pragmatisch bin. Nach der Umstellung auf die Winterzeit wunderte ich mich darüber, dass WP es nicht schafft, die Zeit vom Server ebenfalls umzustellen. Aber hier griff der Pragmatismus, denn es störte mich nicht wirklich. Was mich allerdings nervte, waren Blogeinträge, die erst eine Stunde nach ihrer Veröffentlichung in meinem Reader erschienen. Eigentlich wär das auch nicht weiter wild, aber mit Einträgen nehme ich es wie mit Brötchen, ich mag sie warm und duftend. Also stöberte ich etwas im Netz und siehe da, ich habe es falsch eingestellt und mir eine Dauerhafte Zeitzone eingetragen, statt einer Stadt in meinem Breitengrad. Das ist nun geändert und jetzt stimmt auch wieder alles, zudem konnte ich dabei feststellen, dass man die Uhrzeit auch auf das 24-Stunden-System umstellen kann, was mir lieber ist.

Vermutlich bin ich der einzige Depp, der es so merkwürdig konfiguriert hat, aber falls doch noch ein paar andere Leute gibt, dann hier der Weg zur (Er-)Lösung:

Einfach in den Einstellungen den Reiter „Allgemein“ öffnen und bei „Zeitzone“ die entsprechende Stadt eintragen [Ik bin ain Börlina].

 

p.s. da fällt mir gerade ein, dass der 50. Todestag jenes Zitatgebers demnächst ansteht, vielleicht wäre da mal wieder ein Eintrag über Freiheit an der Zeit.

„Frauen waren s…

„Frauen waren seit undenklichen Zeiten ohnmächtig geworden, nicht immer ohne Vorbedacht, und Männer hatten unveränderlich in der gewünschten Art und Weise darauf reagiert.“

Aus: Arthur C. Clarke – Die letzte Generation (1953)

Wenn ich mich zurückerinnere, so kann ich mich nicht daran erinnern, dass jemals eine Frau in meiner Gegenwart ohnmächtig geworden wäre, wohingegen ich bereits einmal umgeklappt bin, allerdings war keine Frau zugegen. Ich wüsste auch nicht, was die darauf gewünschte Art und Weise einer Frau hätte sein sollen, außer sich zu sorgen, ob alles okay ist. Diese Waffe der Frau, wenn sie denn wirklich so zielgerichtet eingesetzt worden ist, wie es Clarke seine Leser glauben lassen möchte, ist mit dem Bild der starken Frau von heute nicht mehr zu vereinen. Wozu sollte mich solch ein Schwächeanfall anregen, außer mich um die Frau zu kümmern, was ich aber auch bei jedem Mann machen würde, der in meinem Beisein ohnmächtig wird. Ich musste vorhin schmunzeln, als ich jene zitierte Stelle im Buch las, denn es zeigt einfach, dass es zu einer anderen Zeit geschrieben wurde. Die Geschichte selbst spielt in der Zukunft und viele Sachen kann man sich nur zu gut vorstellen. Doch an solchen Stellen spürt man eben doch, dass man als Autor eines visionären Romans nicht aus seiner Zeit heraus kommt. Vor mir liegt noch ein Drittel vom Buch, aber ich kann es jetzt schon empfehlen, selbst Lesern, die sich nicht für Science Fiction begeistern können.